Neubau schürt Zweifel

Die Vorderansicht auf das Feuerwehrhaus von Süden zeigt von links die Sanitär- und Schulungsräume. Der Flachbau ist das Büro, daneben befinden sich drei Stellplätze für die Feuerwehr und zwei Hallen für den Bauhof. Plan: Architekt Roland Pflaum
Lokales
Irchenrieth
10.10.2015
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Irchenrieth baut ein neues Feuerwehrhaus. Bürgermeister Josef Hammer lobt das geräumigen Gebäude. Allerdings gab es auch Bedenken wegen Hochwassers.

An der Straße Richtung Sportheim unterhalb des Bauhofs und des Jugendzentrums soll das Feuerwehrhaus entstehen. Der Bürgermeister stellte die gute Aufteilung des modernen Baus heraus. Hier fänden Sanitärräume, ein Büro, ein Schulungsraum, da Florianstüberl sowie drei Stellplätze für die Feuerwehr und zwei Hallen für den Bauhof Platz. Stefan Ram (CSU) sprach die Einwände und Bedenken der Anlieger aus.

Beschwerden drohen

Bei Starkregen drohe vom Gleitsbach her Hochwasser. Der Bau könne Abflussmöglichkeiten verhindern. Schlimmstenfalls könnten Anlieger dadurch beeinträchtigt werden Entschädigungszahlungen von der Gemeinede fordern. Außerdem sehe der Flächennutzungsplan der Gemeinde in diesem Bereich keine Bebauung vor. Ram befürchtete, es könne zu Genehmigungsproblemen kommen.

Roland Pflaum (CSU), zugleich Planfertiger, zerstreute die Bedenken. Der Wasserabfluss unter der Straße würde nicht beeinträchtigt. Auch Bürgermeister Hammer hielt dagegen. Bei dem Gelände handele es nicht um ein Hochwassergebiet. Außerdem sei der Flächennutzungsplan von 1999 eine Absichtserklärung der Gemeinde und keine gültige Bauleitplanung. Das Landratsamt habe nach Vorprüfungen keine Einwände, so Hammer. Der Rat war einstimmig für den Bauantrag.

Keine Gegenstimmen gab es auch bei den Bauanträgen von Maximilian Birawsky für eine kleingewerbliche Holzverarbeitungshalle, von Heike Bohnenstengel für ein Einfamilienhauses im Baugebiet Süd-West und von Josef Ram zum Anbau an ein Nebengebäude. Zur Kenntnis nahmen die Räte die Bauvorlage von Christine und Lutz Becker aus Rottweil auf Neubau eines Einfamilienhauses im Baugebiet Süd-West. Der Prüfungsausschuss hatte die Jahresrechnung 2014 geprüft und keine Unstimmigkeiten entdeckt.

410 Euro pro Tag für Prüfer

Für 410 Euro pro Tag leistete sich die Gemeinde einen staatlichen Rechnungsprüfer, der die Kasse sowie die Jahresrechnung 2010 mit 2013 19 Tage lang durchsah. Hammer betonte, dass die Prüfung ihr Geld wert war. Zum Schluss informierte er, dass durch den Verkauf von Bauplätzen ein Nachtragshaushalt fällig werde.
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