Wasser günstig einkaufen

Lokales
Irchenrieth
28.10.2014
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Von den wohl mit am niedrigsten Wasser- und Abwasserkosten im Landkreis profitieren die Irchenriether. Der Gemeinderat legte die Gebühren für die nächsten drei Jahre neu fest.

In der Gemeinderatssitzung ging es wie immer seit einiger Zeit ums Bauen. Grundlage ist der Flächennutzungsplan. Den ändert die Gemeinde zum vierten Mal. Dabei gilt es das neue Baugebiet "Irchenrieth Süd-West" und die Sonderflächen für das Heilpädagogische Zentrum zur Erweiterung und den Bau des Kinderhauses einzuarbeiten.

Bürgermeister Josef Hammer sprach von einer weiterhin enormen Nachfrage nach Bauplätzen. Derzeit liegt die Beurkundung von vier Parzellen beim Notar. Im vor drei Jahren erschlossenen Baugebiet "Hennenbach" mit 47 Plätzen hat die Gemeinde gerade noch zwei, die nicht verkauft oder reserviert sind. "Wie es aussieht, gehen uns im späten Frühjahr die Bauplätze aus, wenn wir das neue Gebiet 'Irchenrieth Süd-West' nicht zügig durchkriegen", sagte der Gemeindechef.

Mail aus Neustadt

Von der Tagesordnung abgesetzt wurde die Behandlung des zugehörigen Bebauungsplanes. Das Landratsamt hatte einen Tag vor der Sitzung noch eine Mail mit Anregungen geschickt. Obwohl die Frist schon abgelaufen war, plädierte Hammer für eine Vertagung, damit die Meinung der Kreisbehörde berücksichtigt werden könnten.

Die Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz kalkuliert für ihre Mitgliedsgemeinden die Wasser- und Abwassergebühren für einen dreijährigen Zeitraum. Dies handhaben andere Kommunen ähnlich. Der Gemeindechef erläuterte, dass man für die gemeindliche Abwasseranlage aufgrund des guten Wirtschaftens und effizienten Betriebs den Preis pro Kubikmeter von 1,19 Euro auch für die nächsten drei Jahre locker beibehalten könne.

Beim Wasser gibt es eine Erhöhung um vier Cent von 1,99 Euro auf 2,03 Euro für den Kubikmeter. Grund seien die gestiegenen Kosten von der "Muglhofer-Gruppe". Die Gemeinde bezieht ihr Trinkwasser sowohl von diesem Versorger als auch von der "Steinwaldgruppe". Einstimmig segnete das Gremium die Gebührenkalkulationen ab.

Per Vertrag erhöht die Gemeinde die Abnahmemenge von der "Steinwaldgruppe" pro Jahr um 10 000 auf 30 000 Kubikmeter. Dafür muss sich die Kommune mit einmalig 32 100 Euro (drei Euro pro Kubikmeter plus 7 Prozent Steuer) neu einkaufen. Hintergrund ist die Preiserhöhung durch die "Muglhofer-Gruppe". Hammer: "Das 'Steinwaldwasser' ist billiger, und wir müssen für die Zukunft den Einwohnerzuwachs mit einplanen."

Weitere Wege im Wald

Der Rathauschef führte nach noch aus, dass man das Modellprojekt Waldwegebau im Verbund mit der Bietergemeinschaft Maschinenring und Liegl-Bau am Losenberg Richtung Johannisbrünnerl fortsetzen werde. Dies geschehe nach Übereinstimmung mit den Waldbesitzern.
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