Von wegen Schulden
Gemeinde beschließt Vier-Millionen-Euro-Haushalt

Politik
Irchenrieth
24.06.2016
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Die Gemeinde Irchenrieth schultert 2016 einen vier-Millionen-Haushalt, in dem fast zwei Millionen Euro Investitionen für Baugebiete und Infrastruktur enthalten sind. Die 144 Euro Pro-Kopf-Verschuldung sind nur mehr theoretisch. Eigentlich hat jeder Irchenriether sogar ein "Pro-Kopf-Guthaben".

Kämmerer Sven Lederer legte nach Aussage von Bürgermeister Josef Hammer einen Haushalt ohne "wenn und aber" vor. "Er geht ganz klar in Richtung positive Weiterentwicklung."

Beim Schuldenstand rechnet der Kämmerer vor, dass 188 000 Euro Miesen Rücklagen von 235 000 Euro gegenüber stehen. Die Pro-Kopf-Verschuldung von 144 Euro (langfristige Darlehen können nicht getilgt werden) werde damit relativiert.

Armin Grohmann rechnete vor, dass gegenüber manch ortsüblicher Meinung die Gemeinde explizit nicht am Bauplatzverkauf verdient. Der Gewinn für die Gemeinde resultiert bei mehr Einwohnern aus dem Einkommensteueranteil.

Satte Einkommensteuer


Der Verwaltungshaushalt umfasst 2,01 Millionen Euro, der Vermögensetat 1,92 Millionen. Auffallende Posten sind 76 000 Euro Kanal- und 105 000 Euro Wassergebühren sowie 3300 Euro Grundsteuer A (Landwirtschaft), 72 000 Euro Grundsteuer B (Privathaushalte), 170 000 Euro Gewerbesteuer, 25 000 Euro Konzessionsabgabe vom Bayernwerk, 600 000 Euro Einkommensteuer sowie 388 316 Euro Schlüsselzuweisung. Gebraucht wird das Geld neben den Personalkosten für den Unterhalt der Feuerwehr (8115 Euro), die Umlage für die Grundschule Bechtsrieth über 32 400 Euro und an die Mittelschule Pirk über 9900 Euro. Der Straßenunterhalt kostet 8000 Euro, die Straßenbeleuchtung 7700 Euro, die Abwasserumlage 67 000 Euro, das Wasser von der Steinwaldgruppe 60 000 Euro und der Zuschuss für den Kindergarten 160 000 Euro. Dazu kommen 412 118 Euro Kreisumlage.

Trotzdem kann die Gemeinde 295 805 Euro in den Vermögenshaushalt einstellen und für Investitionen verwenden. Für das neue Feuerwehrhaus sind 150 000 Euro Förderung durch den Freistaat sowie ein Gemeindeanteil von 218 000 Euro angesetzt. 2017 kommen weitere 200 000 Euro hinzu. Für das Feuerwehrauto sind noch 210 000 Euro Rückstellung aus dem Vorjahr übrig. Für den Bau der Kinderkrippe gab es 197 600 Euro Förderung. Dazu kommt ein Eigenanteil von 180 000 Euro. Nächstes Jahr werden weitere 70 000 Euro Förderung fällig. Für das Baugebiet "Am Hennenbach" kostet die Straßenfeinschicht 60 000 Euro. Das Baugebiet "Süd-West" wird mit 40 000 Euro abgeschlossen. Die 47 Bauplätze werden heuer verkauft.

Weiter Baugebiete


Für das Baugebiet "Wiesenstraße" sind 370 000 Euro Grunderwerb und 30 000 Euro Straßenbaukosten angesetzt. Beim neuen Baugebiet "Süd-West II" sind für Grunderwerb und Baunebenkosten heuer 300 000 Euro enthalten. Die Erschließung ist erst 2017 vorgesehen. Ein neuer Gehweg in der Leuchtenberger Straße kostet 50 000 Euro. Für 75 000 Euro kauft die Gemeinde das Regenrückhaltebecken vom HPZ, das künftig auch als Löschwasserteich dient.
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