Abschussplan unter Mühen erfüllt
Jagdpächter und Grundbesitzer in Michldorf ziehen an einem Strang

Vermischtes
Irchenrieth
08.03.2016
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Michldorf. Jagdgenossen und Pächter kommen im Verbund Michldorf bestens miteinander zurecht. Jagdvorsteher Günter Ott verwies vor 34 Genossen auf das Verbissgutachten, das von einer guten Waldverjüngung spricht und die Abschussempfehlung beibehält.

Daneben ging er auf die verschiedenen Formen des neuen Jagdkatasters ein. Egal ob in Papierform oder digital, jede kostet Geld. Ott setzt auf digital. Dafür fallen 235 Euro Gebühren an. Er berichtete ferner, dass die Jagdgenossenschaft auf eigene Kosten einen Weg in Lückenrieth hergerichtet hat. Bei Bauarbeiten für die Stromleitung von Schirmitz zur Kainzmühle wurde der Weg beschädigt und quasi in den schlechten Zustand zurückversetzt.

"Wir wollen den Weg wieder im alten Zustand", sagte der Jagdvorsteher. Er habe er den Bürgermeister eingeschaltet, da es sich ja um einen gemeindlichen Weg handelt und die Jagdgenossenschaft keine Möglichkeit hat, mit dem Baubetreiber zu verhandeln. Insgesamt laufen die Wegesanierungen gut. Darum plädierte Ott dafür, die nächsten Jahre jeweils 200 Euro für die Bereiche Michldorf, Lückenrieth und Kleinpoppenhof zurückzustellen. Das befürworteten die Genossen einstimmig.

Aus dem Kassenbericht von Martin Reil ging hervor, dass der neue Holzspalter 3296 Euro kostete und der alte für 1600 Euro in Zahlung gegeben wurde. Der Verleih erbrachte letztes Jahr 230 Euro. An Jagdpacht schlagen 3192 Euro Einnahmen zu Buche. 1598 Euro wurden anteilsmäßig ausbezahlt.

Gemeinde entlastet


Für den Wegebau investierten die Genossen in Michldorf 554 Euro, in Lückenrieth 547 Euro und in Kleinpoppenhof 484 Euro eingesetzt. Bei der Abstimmung über die Verwendung des Reinertrages aus dem Jagdjahr 2015 votierten 26 Jagdgenossen mit 328 Hektar für anteilsmäßige und acht Jagdgenossen mit 64 Hektar gegen anteilsmäßige Auszahlung. Jagdpächter sind Thomas Ermer und Dr. Markus Hummel. Für beide gab Ermer den Jagdbericht. Den Abschussplan beim Rehwild erfüllten sie mit Anstrengungen. Ferner erlegten sie zwölf Wildschweine und zwölf Füchse. Von fünf Hasen wurden drei mit dem Auto überfahren.

Wildschäden gab es kaum. Den verhinderten Bürgermeister Anton Kappl vertrat Marktrat Rainer Schmeidl. Er hob hervor, dass von seiten der Gemeinde die Wegesanierungen durch die Jagdgenossenschaft als vorbildlich gelten. "Wir sind wohl finanziell an dem Punkt angelangt, wo wir uns als Marktgemeinde auch wieder daran beteiligen können", räumte Schmeidl ein.
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