CSU-Ortsversammlung der CSU
Irchenrieth boomt

Vermischtes
Irchenrieth
06.05.2016
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Bauplätze gehen weg wie warme Semmeln, neue Arbeitsplätze entstehen und die Einwohnerzahl könnte 2016 erstmals die Grenze von 1400 überschreiten. CSU-Chef und Bürgermeister Josef Hammer zeichnet ein durchwegs positives Bild seiner Kommune.

"Wir geben den Takt vor und sind nahe am Menschen", stellte CSU-Vorsitzender und Bürgermeister Josef Hammer in der Ortsversammlung der CSU im DJK-Sportheim heraus. "Irchenrieth hat 2015 einen gewaltigen Schub gemacht und wird dem in 2016 nicht nachstehen", meinte Hammer. Darauf richte die CSU weiterhin den Fokus. "Erfolge des letzten Jahres mit einem Rekordhaushalt bei den Investitionen sind Ansporn für dieses Jahr."

"Wir tun alles für Interessenten, die bei uns bauen wollen", sagte Hammer. Deshalb zeigte er sich sicher, dass dieses Jahr die Grenze von 1400 Einwohnern überschritten wird. "Beim Preisschafkopf, Kinderfaschingszug oder der Präsentation des Familienkalenders sowie bei Veranstaltungen aller Vereine mit den Bürgern an einem Tisch zu sitzen und zu reden, das gibt uns den Takt vor", sagte Hammer. Darum habe auch die Geschwindigkeits-Diskussion in den Siedlungen (wir berichteten) an Schnelligkeit verloren. Sie brachte den Erfolg, dass jedem bewusst ist, dass er langsam fahren soll. Die Messanlagen mit dem "Smiley" unterstützten das.

25 neue Arbeitsplätze


In seiner achtjährigen Amtszeit habe Hammer viele Bauplätzen erschlossen, 116 davon verkauft, zehn sind noch reserviert, das neue Baugebiet "Süd-West II" mit 47 Parzellen ist bereits ausgereizt und ein neues mit 34 Parzellen wird daran angehängt (wir berichteten). Das Nahversorgungszentrum mit 25 Arbeitsplätzen mit überregionaler Bedeutung wird im Juli eröffnet und weitere drei Betriebe werden sich ansiedeln.

Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos ist eingeleitet und den Neubau des Gerätehauses sehen alle bisher bekannten Stellungnahmen positiv. Eine Verzögerung könnte eine Petition (wir berichteten) beim Bayerischen Landtag bewirken, "aber sicher nicht ein Scheitern", zeigte sich Hammer sicher. Anerkennung zollte der Gemeindechef dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht, der sich in die Finanzierung der Kinderkrippe eingeschaltet habe. Die Doppelfinanzierung brachte 117 600 Euro Fördergelder vom Bund und 151 000 Euro vom Freistaat. Der Bund hat das Geld prompt überwiesen. "Der Freistaat mogelt, da er heuer nur 80 000 Euro bezahlt und uns mit 71 000 Euro, die wir vorfinanzieren müssen, auf das nächste Jahr vertröstet."

"So attraktiv zu sein, dass einem die Leute die Bauplätze aus der Hand reißen, gibt es nirgends in der Oberpfalz", zeigte sich MdB Rupprecht beeindruckt. Da könne man nicht von einem Selbstläufer sprechen. "Dahinter steht ein Bürgermeister mit Gestaltungskraft." Diese bescheinigte der MdB Kanzlerin Angela Merkl bei ihrer Europapolitik nicht. Rupprecht bezeichnete die Vorstellung von Merkel, wie Europa zukünftig sein soll, als Irrweg. "Ein Schritt zurück kann auch eine Konsolidierung sein." Sowohl in der Finanzpolitik, als auch in der Geschwindigkeit, wie sich Europa entwickeln soll.

"Etwas neidisch"


"Hier werden Regeln über Bord geworfen", sagte Rupprecht mit Blick auf den Stabilitätspakt. Diese seien aber überlebenswichtig. Er wünschte sich, dass die CSU bei der Europafrage noch eine härtere Kante zeigt. Stephan Oetzinger, CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Bürgermeister von Mantel, sprach an, dass er seinem Kollegen bezüglich der Entwicklung von Irchenrieth ein Stück neidisch ist. Zudem ging Oetzinger auf wesentliche Eckdaten des Kreishaushalts ein, die den Kommunen Spielraum ließen.
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