Deutschlands „Stimme des Jahres“: Heidi Reil aus Irchenrieth Zweite bei „Schlager-Trophy 2016
"Voll der Wahnsinn in Vilshofen"

Bühne frei für Heidi Reil. Die Irchenrietherin landete im "Schlager-Trophy"-Finale auf Platz zwei und war damit beste Deutsche. Bild: fz
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Irchenrieth
11.11.2016
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Heidi Reil bediente sich aus ihrem Debütalbum "Sternensehnsucht" - und griff nach den Sternen. Für die Irchenrietherin war der Songtitel "Voll der Wahnsinn" Programm. Wahnsinn, was da abging beim Deutschlandfinale der "Schlager-Trophy 2016" in Vilshofen.

"Gesucht wird die Stimme des Jahres": So lautete das Motto des Wettbewerbs. 60 Fans aus Wunsiedel und der nördlichen Oberpfalz - darunter der Michldorfer Pfarrer Alfons Forster - kannten die Antwort schon vorher. Unter den 600 Besuchern im "Atrium" fieberten sie mit Heidi Reil. Unter 1000 Bewerbern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und dem Elsass hatte sie sich zunächst für die Runde der letzten 48 Teilnehmer qualifiziert, bevor sie in einem von vier Vorentscheiden Ende Juni den Sprung in die "Top 13" schaffte (wir berichteten).

"Gutes Gefühl"


Mit Startnummer 6 trat Reil nun mit "Herzflattern" auf die Bühne, wie sie nachher einräumt: "Singen alleine ist es nicht. Die Performance muss stimmen. Und dann stehen drei Kameras da, und wenn bei einer das rote Licht leuchtet, dann gilt es, in die zu schauen." Das muss ganz gut geklappt haben: Nach dem letzten Takt tobte das "Atrium" - insbesondere natürlich die mitgereisten 60 Anhänger. Reil: "Ich hatte ein gutes Gefühl."

Sänger Armin Stöckl moderierte die Show und führte Kurzinterviews mit den Kandidaten. Nach einem Schnelldurchlauf für alle Kandidaten zusammen auf der Bühne ging es an die Abstimmung. Im Vorfeld hatte es bereits ein Online-Voting gegeben, dazu kamen das Urteil der Fachjury im Saal und die Stimmkarten der Besucher, die ihre Favoriten für die Plätze eins bis drei kürten. Nach einer Stunde der Ungewissheit wurden um 22 Uhr die drei Sieger verkündet.

Sieger wurden zwar Papa und Sohn "Stefan Lucca und Lukas" aus Österreich. Aber: "Platz zwei geht an Heidi Reil aus Irchenrieth in der Nähe von Weiden", rief Moderator Stöckl in den Saal - und der Jubel kannte keine Grenzen. "Ich war so was von happy, das kann ich gar nicht beschreiben", erzählt die Sängerin. Sie habe einfach mal dabei sein und testen wollen, wie ihre Stimme ankommt. Voilà: Die Irchenrietherin war beste Deutsche bei der "Schlager-Trophy 2016".

Und der zweitglücklichste Mensch war an diesem Abend Pfarrer Forster. In der Realschule hatte er Heidi bei verschiedenen Soloauftritten erlebt. "Wenn sie das kann, kann sie auch bei mir in der Kirche singen", meinte der Geistliche damals. Fortan sang Reil bei Kirchenfesten von der Empore, lernte Orgel und gestaltete mit ihrer Stimme, die Musikexperten als "außergewöhnlich gefühlvoll mit einem breitem Stimmvolumen" bezeichnen, unzählige Hochzeiten und Geburtstage, aber auch Beerdigungen. Wie geht es weiter? So wie bisher, antwortet Reil. "Schlagerstar" werde sie wohl nicht, meint sie. "Aber ein wenig dabei sein wäre toll."

Heidi Reil im TVDer Auftritt in Vilshofen wird im deutschsprachigen Raum von mehreren TV-Sendern ausgestrahlt, so auch am 20.11. um 16 Uhr bei "Gute Laune TV". Für den 29. Juli 2017 erhielt Heidi Reil bereits eine Einladung für den "Star Treff", eine Schlagershow auf Burg Hilgartsberg bei Vilshofen.
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