Eine Woche Ferienpgrogramm für junge Menschen mit Behinderung
Engagement für Spielspaß

Seifen vom Lavendel-bis zum Zwetschgenduft macht Anita Köstler mit den Kindern am HPZ und die sind begeistert.
Vermischtes
Irchenrieth
29.08.2016
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Ferienaktionen landauf, landab. Zwei Stunden basteln, oder gar ein Tagesausflug. Die Vereine in den Gemeinden lassen sich viel einfallen. Wie sieht es aber mit Angeboten für Kinder mit Behinderung aus?

(fz) Die Offenen Hilfen (OH) am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) entlasten die Eltern auch in der schulfreien Zeit. Für den Nachwuchs haben sie ein buntes Programm zusammengestellt.

"Die Angebote in den einzelnen Ferienprogrammen überschlagen sich teilweise an Action. Da möchten wir für unsere Kinder mit Behinderung nicht nachstehen", sagt Martina Grüner, Leiterin der OH am HPZ. "Wir sehen keinen Vorteil für die Eltern, wenn wir einmal in der Woche deren behindertes Kind zwei Stunden lang betreuen." Selbst wenn dies über mehrere Wochen hinweg geschehe.

Sinnvolle Entlastung


"Die Eltern müssen Entlastung am Stück haben." Deshalb haben die OH eine Woche mit kompletter Ferienbetreuung angesetzt. "Die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder bei uns betreuen zu lassen, wenn sie arbeiten müssen oder, wenn sie Urlaub haben, sich etwas alleine zu gönnen", verdeutlicht Grüner die Idee.

Eine Woche lief das Freizeitangebot der OH. "Das Programm musste sich an die Möglichkeiten der Kinder mit Behinderung anpassen", meinte Patricia Gallitzendorfer. Bei üblichen Angeboten tollen die Mädchen und Buben ausgelassen herum. "Bei uns kommt auf drei Kinder mindestens ein Mitarbeiter. Das sind alles Ehrenamtliche, die dafür einen hernehmen, verdeutlichte Grüner.

Farbwasserbomben werfen, Milchshakes und Smoothies selbst machen, sei ebenso fast Standard wie viele Spiele im Freien bei schönem Wetter im HPZ Gelände. Angereichert wird das durch Höhepunkte wie den Besuch in der Gärtnerei Steinhilber in Neustadt/WN.

Christa Steinhilber, die sich schon bei vorangegangenen Besuchen immer intensiv mit den Kinder beschäftigte, erntete mit ihnen in der Gärtnerei Tomaten, Zucchini und anderes Obst sowie frische Kräuter für Tee. Das gab es dann gleich mit Butterbroten zu essen. Dem stand der Seifentag in nichts nach. Anita Köstler aus Neualbenreuth war einen Tag zu den Kindern gekommen. Als erstes bedruckten sie die Säckchen, in die die fertigen Seifen später verpackt wurden. Dann gab es ein Gemisch aus Pflanzenöl, Raps und Kokos zu formen, in das die Teilnehmer Düfte wie Lavendel, ja sogar Holunder oder Zwetschgen einarbeiteten.
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