Frühförderstelle des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth hilft sogenannten Risikokindern
Größere Beeinträchtigung vermeiden

Ein Team von 28 medizinischen und pädagogischen Fachkräften betreut im Durchschnitt im Jahr an die 200 Kinder von null Jahre bis sieben Jahre. (Foto: fz)
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Irchenrieth
09.11.2016
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(Ernst Frischholz) Die interdisziplinäre Frühförderung hat eine große Bedeutung für die Entwicklungsmöglichkeiten sogenannter Risikokinder. Bei kleineren Mädchen und Buben bis zum Vorschulalter besteht noch eine große Chance, mit frühzeitiger Intervention und Hilfestellung manche tiefergreifende Beeinträchtigung gar nicht erst entstehen zu lassen. Insbesondere dann, wenn ein interdisziplinäres Team eine Komplexleistung erbringen kann, womit das Kind umfassend gefördert wird.

In der Verknüpfung der verschiedenen Professionen können die Spezialisten kleinen Kindern und deren Eltern ganzheitlich und früh helfen. In enger Abstimmung von Diagnostik, Behandlung und Förderung können sie Entwicklungsrisiken abmildern, drohende Behinderungen verhüten, den individuellen Entwicklungsbedürfnissen Rechnung tragen und den Kleinen so weit wie möglich ermöglichen, in ihrem gesamten Lebensumfeld teilzuhaben. Mit dem offenen Beratungsangebot ist ein niederschwelliger Zugang zur interdisziplinären Frühförderung möglich.

Die zum Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth (HPZ) gehörende Einrichtung für Frühförderung befindet sich in den Räumen in der Hochstraße in Weiden. Leiterin Sabine Schön informiert über den Beginn der Förderung und die Diagnostik. Mit Hilfe eines standardisierten Entwicklungstests stellen die Experten zunächst einmal den Entwicklungsstand des Kindes fest.

Je nach Alter und Problem dauert das mindestens eine Stunde. Den Termin dafür vereinbart das Team der Frühförderung mit den Eltern beim ersten Kontakt, dem sogenannten „offenen Beratungsangebot“. Der Test gibt Aufschluss über den Entwicklungsstand – mit allen Stärken und Schwächen des Kindes.
Er bietet zwar nur eine Momentaufnahme, liefert aber Hinweise, ob eine Frühförderung aus Sicht der Experten erforderlich ist und in welchen Bereichen das Mädchen oder der Junge Unterstützung braucht.

Wie Sabine Schön weiß, ist das Testergebnis kein in Stein gemeißeltes Urteil, sondern erst einmal nur Grundlage für die Förderung. Besprochen wird das Ergebnis bei einem weiteren Treffen ohne Kind, damit alle Beteiligten in Ruhe über das weitere Vorgehen reden können.

Alle drei Termine gehen gewöhnlich bei den Betroffenen zu Hause über die Bühne. Spätestens vor Abschluss der Förderung wird der Test wiederholt, um festzustellen, ob die Fördermaßnahmen erfolgreich waren.

InformationenDer Frühförderstelle, die durchschnittlich 200 Kinder jährlich betreut, gehören derzeit 28 medizinische und pädagogische Fachkräfte wie Heilpädagoginnen, Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen, Diplompsychologinnen, Logopädinnen, Ergotherapeutinnen und Physiotherapeutinnen an.
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