Josef Rupprecht verlässt das HPZ
Eine Ära geht zu Ende

Die Skulptur am Eingang des HPZ ist für Josef Rupprecht bezeichnend. So wie HPZ-Gründer Alfred Krause (als Skulptur) hielt Rupprecht 40 Jahre die Hände schützend über Menschen mit Behinderung. Bild: fz
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Irchenrieth
31.08.2016
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Am 9. September gehen für Josef Rupprecht vier Jahrzehnte zu Ende, in denen sich der Eschenbacher im Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth (HPZ) ganz in den Dienst für Menschen mit Behinderung gestellt hat. Heute feiert er 70. Geburtstag.

Irchenrieth/Eschenbach. Rupprechts Kontakt zum HPZ kam 1974 mit der Geburt seines behinderten Sohnes Wolfgang zustande. Später übernahm er den Vorsitz des Elternbeirates, wurde dann zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und übernahm 1998 schließlich die Spitze selbst. Er war nach dem Gründer der Einrichtung, Alfred Krause, und Franz Pfleger der dritte Vorstandsvorsitzende in der 51-jährigen Geschichte des HPZ.

Drei Ziele hat er sich damals gesetzt: Zum einen Menschen mit Behinderung eine umfassende Hilfe von der Geburt über die Frühförderung, die schulvorbereitende Einrichtung, die Förderschule selbst, bis in die Werkstätten zu bieten. Zum zweiten ein Wohn- und Pflegeheim für diese Menschen zu errichten. Denn sie brauchen Unterstützung, wenn ihre Eltern nicht mehr da sein können. Zum dritten wollte Rupprecht das HPZ gegenüber der Bevölkerung öffnen: Verständnis und Anerkennung für die Einrichtung verankern. Hinter all diese Punkte kann der scheidende Vorsitzende einen Haken setzen. Alles ist geregelt, es gibt keine Altlasten. Derzeit stehen in der Einrichtung zwei große Baumaßnahmen an: die neue Förderstätte und das Kinderdorf. Durch den Erwerb von Grundstücksflächen ist zudem eine weitere Expansion möglich.

Im Vorstand sind neben Rupprecht vier weitere Mitglieder. Aus ihnen wird sich bei der Mitgliederversammlung am 9. September der neue Vorsitzende herauskristallisieren. Egal wer es wird, Rupprecht ist sich sicher, dass diese Person - genau wie er - Geschaffenes erhalten und Notwendiges aufbauen wird.

Das ist wichtig, da die Zahl der Menschen, die den Anforderungen der Arbeitswelt nicht mehr gerecht werden, weiter zu nimmt. Ihnen greift das HPZ unter die Arme. Als Beispiel nennt Rupprecht die Regenbogenwerkstatt in Weiden mit 70 Menschen mit psychischer Behinderung, denen das HPZ eine Berufsheimat gibt. (Zahlen im Kasten)
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