Menschen mit schwerer Behinderung finden im Heilpädagogischen Zentrum optimale Unterstützung - ...
Hilfe bei alltäglichen Dingen

Vermischtes
Irchenrieth
03.12.2014
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Leben mit Behinderung - für den einen schwer, für den anderen nicht. Wer mit einer Behinderung zur Welt kommt, der kann wohl eher damit umgehen als jemand, der im Laufe seines Lebens eine Behinderung erfährt.

So sieht es nicht nur Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ). Fritsch weiß, wovon er spricht, denn in der Irchenriether Einrichtung befinden sich 80 Menschen mit äußerst schweren Behinderungen. Junge Menschen, die nach der Förderschule und dem Berufsbildungsbereich aufgrund der Schwere ihres Handicaps nicht in der Werkstatt mitarbeiten können. Oder auch Menschen aus der Werkstatt, deren Behinderung sich verschlechtert und die deshalb nicht mehr arbeiten können.

Aber es gibt auch andere Fälle. Menschen etwa, die bei einem Unfall schwerste Gehirnverletzung erlitten haben. Oder Menschen, die sich mit Drogen vollständig zerstört haben. Insgesamt 80 Personen - im Alter von 21 bis 61 Jahren - werden in der HPZ-Förderstätte betreut.

Ein Teil von ihnen lebt im Wohnheim, die anderen werden täglich mit dem Bus nach Irchenrieth gebracht und später wieder nach Hause gefahren. In den zehn Gruppen kümmern sich 25 feste Mitarbeiter und 15 Praktikanten um die Behinderten. In jeder Gruppe arbeitet ein Heilerziehungspfleger mit fünfjähriger Ausbildung.

Gruppen für Autisten

Seit 1982 gibt es die Förderstätte im HPZ. Sie war eine der ersten in Bayern. Die Einrichtung ist auf zwei Gebäude verteilt. Das ältere Haus soll im kommenden Jahr renoviert werden. In einem Anbau will man zwei Gruppen für Autisten einrichten.

Die Förderung der Menschen im HPZ bezieht sich in der Hauptsache auf lebenspraktische Dinge. Die Mitarbeiter unterstützen sie beim ganz normalen Tagesablauf - beim Essen, beim Gang auf die Toilette und bei der Körperpflege. Dabei sollen die behinderten Menschen natürlich auch selbst aktiv mitwirken. Der Tagesablauf wird deshalb möglichst lebensnah gestaltet.

Ein weiteres, wichtiges Anliegen der Arbeit im HPZ ist es, die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten so lange wie möglich zu erhalten. Die Förderstätte hat zu diesem Zweck spezielle Therapieräume. Hier bringen sich auch externe Kräfte wie etwa Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Logopäden mit ein.

Für die behinderten Menschen selbst, aber auch für ihre Angehörigen hat dies den Vorteil, dass bei ärztlich verordneten Therapien keine langen Transportwege anfallen.

Beste Möglichkeiten

Fritsch: "Wir haben uns auf den Personenkreis gut eingestellt und hier Therapiemöglichkeiten geschaffen, die bayernweit mit die besten sind."
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