Star beim FCN-Fanclub
Galasek begeistert Irchenriether Clubfans

Fanclub-Präsident Josef Ram (Neunter vom rechts) überreichte an Tomás Galásek (Siebter von links) ein flüssiges Geschenk zur Erinnerung an den Besuch im Club-Haisl. Die Visite beim Fanclub hatte Rainer Hecht (Vierter von rechts) eingefädelt. Bild: grm
Vermischtes
Irchenrieth
19.11.2016
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Der 1.-FCN-Fanclub schwelgte beim Besuch des ehemaligen Stars Tomás Galásek in seligen Bundesligazeiten. Doch nicht nur deshalb ist dieser in der Region kein Unbekannter.

Fanclub-Präsident Josef Ram bezeichnete den Talk mit dem Tschechen als Ehre. In lockerer Runde berichtete Galásek sehr umgänglich und mitunter humorvoll von seiner Karriere, die ihn von Ostrau nach Holland, Nürnberg und in die tschechische Nationalelf führte. "Ich bin stolz, 69 Länderspiele für mein Heimatland gespielt zu haben und vor allem auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2006."

Sein Wechsel nach Holland sei 1996 nicht einfach gewesen. Er habe Glück und gute Beratung erfahren. Die sechs Jahre bei Ajax Amsterdam mit zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen sowie 26 Champions-League-Einsätzen zählten mit zu den schönsten Zeiten seiner Karriere. Und Nürnberg? "Das war eine gute Entscheidung", sagt er und bereut er den Wechsel nicht. Begeistert hätten ihn die "phantastische Atmosphäre" und die Fans. Hans Meyer habe er als Trainer und Mensch sehr geschätzt.

Warum der Club ein Jahr nach dem Pokalsieg 2007 abstieg, erklärte der Mittelfeldspieler mit der Belastung durch die Euro-League. Zudem sei der Kader zu klein gewesen, um notwendige Wechsel oder gar Rotationen vornehmen zu können. Nicht zu vergessen das Verletzungspech.

"Mit Hans Meyer als Trainer wären wir nicht abgestiegen", kritisierte er die damalige Entlassung. Mit der Arbeitsweise von Manager Martin Bader sei Galásek nicht glücklich gewesen. "Vielleicht war ich auch als Kapitän zu ruhig, ich hätte den Mund öfter aufmachen müssen", bekannte er. Heute beklagt er die wirtschaftlich schlechte Situation des Clubs trotz guter Voraussetzungen. In Nürnberg gebe es einige Nachwuchstalente, die in den Profikader eingebaut werden müssten. Manche Spielereinkäufe seien ihm unverständlich.

Nach seiner aktiven Laufbahn absolvierte Galásek in Tschechien die Ausbildung zum Fußballlehrer und war dort ein Jahr Co-Trainer der Nationalmannschaft. "Leider verpassten wir die Qualifikation zur WM in Brasilien." Vorbilder als Trainer sind für ihn Nationalcoach Karel Brückner und Hans Meyer in Nürnberg und Mönchengladbach. Heute lebt der Tscheche mit seiner Familie in der Nähe von Erlangen. Er sieht seine persönliche Zukunft auch in Deutschland.

Alte BekannteAuch einige Mitglieder der SpVgg SV Weiden um dritten Vorsitzenden Hans Pausch waren zum "Talk mit Tomás Galásek" ins Club-Haisl gekommen und übergaben ihrem ehemaligen Trainer als Geschenk ein Autoschild mit der Nummer "WEN - TG 1". Zu seinem Rücktritt in Weiden erklärte er, dass er nicht mehr geglaubt habe, mit der Mannschaft noch etwas ändern zu können. Dazu seien noch einige Verletzungen gekommen. Die Frage, ob es bei der SpVgg Weiden innerhalb der Mannschaft nicht gestimmt habe, beantwortete Galásek mit einem Lächeln. (grm)
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