Zielwerfen mit Tannenzapfen
Über 1000 Drittklässler bei den Waldjugendspielen

In einer bestimmten Zeit mussten die Kinder auf dem Boden liegende Blätter aus Kunststoff angeln und den richtigen Stämmen von Ahorn, Buche und Eiche zuordnen. Die Ehrengäste staunten über das Wissen und die Fertigkeit der Schüler. Bild: fz
Vermischtes
Irchenrieth
11.06.2016
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Ist das ein Buchen- oder ein Eichenblatt? Emsig wuseln die Buben und Mädchen zwischen den Bäumen umher. Über 1000 Drittklässler sind bei den Waldjugendspielen in ihrem Element.

47 Klassen aus dem Landkreis und aus Weiden durften ihr Klassenzimmer in den Wald bei Irchenrieth verlegen. Zwei Tage lang standen Waldpädagogik und forstliche Bildungsarbeit im Mittelpunkt des Unterrichts.

Auf spielerische Art erlebten die Kinder den Wald und wurden so für einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen sensibilisiert. "Damit soll gezeigt werden, dass Wälder Energie- und Rohstofflieferanten sind und obendrein einzigartiger Lebensraum für Tiere", machte Leitender Landwirtschaftsdirektor Siegfried Kiener beim Rundgang an den einzelnen Stationen mit stellvertretendem Landrat Albert Nickl, Bürgermeister Josef Hammer, Studiendirektor Reiner Butz vom Berufsschulzentrum Neustadt und Schulrätin Elisabeth Junkawitsch deutlich. Selbstständigkeit und Geschicklichkeit standen im Vordergrund und wurden mit Theorie aus dem Unterricht zusammengeführt. "Schulwissen wird so im Wald erlebt und ausgelebt", sagte Kiener.

Großer Teamgeist


Auf einem drei Kilometer langen Rundweg bewältigten die Buben und Mädchen Aufgaben gemeinsam in der Gruppe mit Teamgeist und Klassengemeinschaft. Die Kombination von Wissensfragen direkt am Objekt und dazu Geschicklichkeit sprach die Kinder an und begeisterte sie. So wurde eine emotionale Bindung zur Natur und zur Heimat hergestellt.

Viele Helfer


40 Forstleute und etliche ehrenamtliche Betreuer waren im Einsatz. Die Kinder mussten zum Beispiel Blätter Bäumen wie Ahorn, Buche oder Eiche mit Zeitvorgabe zuordnen und ein 500-Gramm-Holzstück mit der Handsäge von einem Stamm sägen. Viel Spaß machte der Tannenzapfenzielwurf.

Stellvertretender Landrat Nickl hält die Waldjugendspiele für einen bedeutenden Faktor im Schulablauf und zeigte sich angetan von dem Elan der Kinder. Forstdirektor Gerhard Hösl sprach von einem hervorragenden Gelände und hob hervor, dass die Gemeinde für die zwei Tage die Verbindungsstraße nach Pirk gesperrt hat. Nach den Erlebnissen im Wald gab es für die Kinder beim DJK-Sportheim Milchmixgetränke aus heimischer Erzeugung und für die Lehrer Informationen zur gesunden Ernährung.

Nur in OstbayernDie Waldjugendspiele sind ein ostbayerisches Alleinstellungsmerkmal der Bayerischen Forstverwaltung. Organisiert werden sie jedes Jahr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weiden, Bereich Forsten mit Dienstsitz in Pressath. Forstdirektor Gerhard Hösl und Forstamtmann Albert Urban von der Forstdienststelle Irchenrieth sind verantwortlich. Alles lief reibungslos, (fz)
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