"Garrison Bavaria" größte Garnison außerhalb der USA
Erst Mal kein Abbau von Arbeitsplätzen

Zum 32. Mal trafen sich die Bürgermeister der Truppenübungsplatz-Randgemeinden zum "Community Connector". Hier werden Themen erörtert, die sowohl den Standort Hohenfels als auch die Anliegergemeinden betreffen. Bild: bö
Lokales
Kallmünz
05.10.2014
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Seit Mai gibt es keine US-Garnison Hohenfels mehr, sondern nur noch die "Garrison Bavaria" - mit über 35 500 Angehörigen in Grafenwöhr, Vilseck, Hohenfels und Garmisch die größte Garnison außerhalb der USA. Hier ist der Arbeitsplatzabbau derzeit gestoppt.

Zur "offenen Kommunikation" trafen sich die Bürgermeister der Übungsplatz-Anrainergemeinden und US-Militärs aus Hohenfels in Kallmünz zur 32. Auflage des "Community Connector".

Michael Haney, der Deputy Garrison Manager der US-Garnison Bavaria-Hohenfels, hieß sie zu dem Informationsaustausch willkommen. Aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach waren die Bürgermeister Josef Gilch (Ebermannsdorf), Stefan Braun (Kastl), Florian Junkes (Hohenburg), die Bürgermeistervertreter Eva Eichenseeer und Martin Bauer (beide Schmidmühlen) dabei.

Michael Haney bezeichnete die neue Garrison Bavaria mit ihren vier Standorten als bleibende Einrichtung in der Neukonzeption der US-Armee. Zum Arbeitsplatzabbau meinte er, es seien zwar für einen Teil der Beschäftigten im Gefechtsübungszentrum Joint Multinational Readiness Center (JMRC) Sozialfragebögen verteilt worden. "Aber nach wie vor ist keine finale Entscheidung über den Abbau von zivilen Arbeitnehmern getroffen worden." Er sicherte in dieser sensiblen Frage Transparenz zu: Bürgermeister und Betriebsräte würden über Entscheidungen informiert.

Die Garnison selbst habe die Reduzierung von Arbeitskräften im Hinblick auf die politische Lage derzeit gestoppt, sagte Haney.

Platz gut ausgelastet

Als JMRC-Kommandeur sagte Oberst Thomas H. Mackey, er schätze die Unterstützung und die Zusammenarbeit hier trotz seiner erst kurzen Standzeit sehr. Mitte August hatte er das Kommando in Hohenfels übernommen. Mackey berichtete von einem für die nächste Zeit sehr gut ausgelasteten Truppenübungsplatz.

Den Bürgermeistern machte er das Angebot, einmal live bei einem Übungsdurchgang mit dabei zu sein. "Derzeit läuft eine KFOR-Ausbildung, und auch im nächsten Jahr stehen schon wieder einige multinationale Ausbildungen im Dienstplan."

2015 wieder Volksfest

Norbert Wittl vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit zog für die US-Armee eine sehr positive Bilanz der Zusammenarbeit mit den Randgemeinden sowie Feuerwehren und Rettungsdiensten. Großen Zuspruch habe heuer die Deutsch-amerikanische Freundschaftswoche erfahren. Etwa 2000 Leute hatten Interesse an den Fahrten durch den Übungsplatz. Das Deutsch-amerikanische Volksfest werde es auch Ende April, Anfang Mai 2015 wieder geben, sagte Wittl.

Airfield Commander Malcolm McCutcheon informierte über die Nachtflugzeiten: "Von September 2014 bis Mai 2015 ist um Mitternacht Schluss mit dem Fliegen außerhalb des Truppenübungsplatzes." Auf Feiertage und Wochenenden nehme man Rücksicht, soweit es die Übungen zuließen. Bei Ruhestörung durch Fluglärm könne der Flugplatz in Hohenfels (Telefon 0 94 72/83 26 14) rund um die Uhr mit deutschsprachigem Personal erreicht werden.

Für besondere Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften wurde Baudirektor Josef Gilch vom Staatlichen Bauamt Regensburg geehrt.
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