Generalversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl
"Krieger" wirken für Frieden

Freizeit
Kastl bei Kemnath
22.03.2016
14
0

Ihre Mitgliederzahl steigt beständig, mit fast 3000 Euro trugen sie landkreisweit die höchste Summe der Kriegsgräbersammlung 2015 zusammen. An den regionalen Schießbahnen trafen ihre Sportschützen oft ins Schwarze: An guten Nachrichten fehlte es nicht bei der Generalversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl.

"Niemand liebt den Frieden so sehr wie der Soldat, denn er kennt die Ungeheuerlichkeit des Friedens und bringt selbst die größten Opfer", betonte Thomas Semba, Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldatenbunds (BSB). In Kastl werde diese Erkenntnis ernstgenommen: "Die Arbeit für den Frieden liegt bei euch in den besten Händen." Wie sehr auch die Bevölkerung dies anerkenne, zeige der Umstand, dass die Kastler Kameradschaft bei den Haus- und Straßensammlungen für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge "ein Rekordergebnis nach dem anderen" einfahre: "Der Volksbund hat ja schon keine Auszeichnungen mehr für euch."

Ehrliche Diskussion


Als "aktiven Verein", in dem "Kameradschaft gelebt" werde, lobte auch Bürgermeister Josef Etterer den Soldatenverein, dem er besonders ans Herz legte, weiterhin "mahnend für den Frieden einzutreten". Hierzu trage nicht zuletzt der entschlossene, aber auch von einer "ehrlichen Diskussion" begleitete Einsatz für jene bei, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet seien:

"Solchen Menschen muss geholfen werden." Ferner dankte Etterer der Soldatenkameradschaft für die würdevolle Gestaltung des Volkstrauertags. Auch dieser Gedenktag trage dazu bei, im Schulterschluss mit allen Kräften in Politik und Gesellschaft "das Bewusstsein zu schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, im Frieden zu leben".

Die sportliche Bilanz des vergangenen Vereinsjahrs zog Kameradschaftsvorsitzender Michael Pühl. So habe die Kastler erste Mannschaft im Bezirksschießen einen ersten und die zweite Mannschaft immerhin einen fünften Platz errungen. In der Kreismeisterschaft "Hans-Stahl-Gedächtnisschießen" habe es einmal mehr zum zweiten Rang in der Gesamtwertung hinter Immenreuth gereicht: "Diesen Platz haben wir ja schon 'gebucht', aber ein erster Platz wäre dennoch schön."

Hinzu kämen ein dritter, vierter, zehnter und zwölfter Platz im Wettstreit "Mannschaft Gewehr Kleinkaliber" sowie ein dritter und neunter Platz in der Klasse "Mannschaft Pistole Kleinkaliber". Auch bei den Einzelwertungen "brauchen wir uns nicht zu ducken", freute sich Pühl. Das Gleiche gelte für die Entwicklung der Mitgliederzahl: Zwar habe man den Tod des dritten Vorsitzenden Manfred Kugler beklagen müssen, aber auch drei neue Mitglieder begrüßt: "Und voraussichtlich werden es demnächst noch mehr." Zurzeit zähle der Verein 81 "Kameraden".

Auch Kassenwart Konrad Federsel freute sich über das Wachstum der Soldatenkameradschaft, das zeige, dass deren Friedensarbeit und Beitrag zum kulturellen Leben der Gemeinde als Auftrag an alle Generationen verstanden werde.

Super Sammler


Gewachsen sei auch der Stamm der Kriegsgräberspenden-Sammler, berichtete Vizevorsitzender und Volksbundarbeits-Beauftragter Jürgen Schreyer: Bei der Kriegsgräbersammlung seien 19 Mitglieder im Einsatz gewesen. Für das Rekord-Ergebnis von 2990,41 Euro habe der Volksbund Kriegsgräberfürsorge die Kastler mit der goldenen Anerkennungsplakette ausgezeichnet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.