Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl
Erfolg gibt Kameradschaft recht

Freizeit
Kastl bei Kemnath
23.03.2016
30
0

"Der Soldat weiß den Wert des Friedens zu schätzen, und allein mit Armee-Einsätzen lässt sich der Frieden nicht auf Dauer sichern." Das unterstrich Kreisvorsitzender Thomas Semba bei der Generalversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl.

"Konflikte können nur am Verhandlungstisch gelöst werden. Hierzu sind alle gefragt, und kein Beteiligter darf ausgeschlossen werden", sagte Semba. Er sei kein Putin-Freund, aber eine Lösung für Syrien sei ohne Einbindung Russlands nicht zu erreichen.

Fast überschwänglich fiel Sembas Lob für die Leistungen der Kastler beim "Hans-Stahl-Gedächtnisschießen" aus: "Ihr habt diesen Wettbewerb durch eure zahlreiche Teilnahme wieder zu einem vollen Erfolg gemacht, und wie viele Schützen ihr jedes Mal 'zusammentrommelt', nötigt mir Respekt ab." Einen der Schießtage in Neusorg hätten die Kastler "Kameraden" fast allein bestritten. Der Kreisvorsitzende versprach dem Verein Unterstützung.

Mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehende Feier zum 125. Gründungstag des Vereins informierte Bürgermeister Josef Etterer, dass er eine Firma beauftragt habe, Vorschläge für die Sanierung des Gefallenenehrenmals zu unterbreiten. Die Kameradschaft solle auch Ideen einbringen.

In seinem Jahresbericht blickte Vorsitzender Michael Pühl auf eine Vielzahl von Kameradschaftsabenden, Vorstands- und Vereinsverbandssitzungen, den Volkstrauertag, die Besuche lokaler und auswärtiger Veranstaltungen sowie die regionalen Schießwettbewerbe zurück. Zur Vorbereitung der 125-Jahr-Feier im kommenden Jahr habe die Soldatenkameradschaft einen Festausschuss aus den drei Vorsitzenden, dem Kassier, dem Schriftführer, dem Reservistenbetreuer sowie Max Heining, Wolfgang Raps, Roland Wagner und Martin Bär gebildet.

Gedenken an Opfer


Eine gute Nachricht vom Finanzamt brachte Kassier Konrad Federsel mit: Die Behörde habe dem Verein erneut den Freistellungsbescheid erteilt, der die Gemeinnützigkeit bestätige. Zum Totengedenken erhob man sich gemeinsam von den Plätzen, um nicht nur der verstorbenen Kameraden,

Sondern auch der Leiden deutscher Soldaten und Zivilisten infolge Gewaltherrschaft, Krieg und Vertreibung zu gedenken und den Opfern deutscher Kriegs- und Besatzungspolitik in anderen Ländern die Ehre zu erweisen. Nicht vergessen wurden die bei den Bundeswehr-Auslandseinsätzen umgekommenen Soldaten.

Neuwahlen der VorstandschaftNahezu unverändert geht die Vorstandschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl in die nächste dreijährige Amtszeit.

Bestätigt wurden erster Vorsitzender Michael Pühl, Vizevorsitzender und Volksbundbeauftragter Jürgen Schreyer, Kassier Konrad Federsel sowie Zeugwart Michael Fritsch, der zugleich an die Stelle des verstorbenen dritten Vorsitzenden Manfred Kugler tritt. Zum Nachfolger von Schriftführer Alfons Raps, der nicht wieder kandidierte, wurde Rainer Wagner berufen.

Als Ortsbeisitzer fungieren Alois Wöhrl (Altköslarn), Helmut Schmidt (Kastl), Adolf Pinzer (Löschwitz), Richard Hörl (Reuth), Josef Wegmann (Unterbruck) und Helmut Besold (Weha). Die Fahnensektion I bilden Max Kellner, Roland Wagner und Ludwig Kellner, die Fahnensektion II Helmut Schmidt, Ludwig Schreyer und Max Heining. Böllerschützen bleiben Martin Merkl und Manfred Raps, als Reservistenbetreuer amtieren weiterhin Helmut Schmidt und Jürgen Schreyer. Die Kasse prüfen wie bisher Adolf Pinzer und Helmut Schmidt.

Als "Diamanten des Vereins" lobte Thomas Semba die langjährigen Mitglieder Helmut Schmidt, Hans Sieber und Karl Wöhrl (je 25 Jahre), Bernhard Philipp (40 Jahre) sowie Helmut Besold, Ehrenvorsitzenden Georg Bocka und Franz Pospischil (je 50 Jahre). Mit Ehrennadeln des Bayerischen Soldatenbunds wurden sie von Semba und Pühl für ihre Treue ausgezeichnet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.