20 neue Parzellen im Baugebiet Lettenwiese
Häuslebauer müssen schnell sein

Der Bedarf an Bauflächen ist in Kastl groß. Am südlichen Ortsrand entstehen im Baugebiet "Lettenwiese" 20 neue Parzellen. Der Ringstraße (gelb) gab der Gemeinderat den Namen Heckenring. Bild: ckl
Politik
Kastl bei Kemnath
11.11.2016
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In der "Lettenwiese" im Süden von Kastl kann bald gebaut werden. Die Aufstellung eines Bebauungsplans mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans ist dringend notwendig, denn die Nachfrage nach Bau- grund ist groß.

(ckl) Schon jetzt sind viele der künftigen 20 Parzellen reserviert. Im Schnitt sind sie 925 Quadratmeter groß. Mit der Ausweisung schloss der Gemeinderat am Dienstag eine Bebauungslücke. Die Hinweise der beteiligten Behörden zum vorgelegten Entwurf werden bei den Planungen berücksichtigt. Darunter fallen die Schaffung naturschutzrechtlicher Ausgleichsflächen und Hinweise zum Lärmschutz. Die geplante Ringstraße im neuen Baugebiet wird den Namen Heckenring tragen, da viele Bepflanzungen geplant sind.

Verbesserung und Erhalt des Straßennetzes kosten Geld. Die Beteiligung der Bürger an den Ausgaben ist deshalb "ein unverzichtbares Finanzierungsinstrument", wie Bürgermeister Josef Etterer sagte. Das zum 1. April 2016 in Kraft getretene Kommunalabgabengesetz stelle Gemeinden frei, ob sie weiterhin Einmalbeiträge erheben oder jährlich wiederkehrende Angaben einführen wollen. Nach intensiver Diskussion entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Beibehaltung des bestehenden Systems der einmaligen Zahlungen. Neu ist auch die Möglichkeit der Verrentung der Beiträge in höchstens zehn Jahresleistungen, der das Gremium zustimmten.

Es beantragte außerdem die Aufnahme in die Städtebauförderung. Die Maßnahmen für 2017 bis 2020 sind in der erforderlichen Bedarfsmitteilung aufgeführt.

Aufgrund der erhöhten Unfallgefahr hatte die Gemeinde beim Staatlichen Bauamt Linksabbiegerspuren an den Einmündungen nach Unterbruck und Senkendorf beantragt. Beide Anliegen betrachtet die Behörde kritisch. Die Kommune besteht deshalb darauf, dass das Verkehrsgeschehen an beiden Stellen nochmals über einen längeren Zeitraum erfasst und ausgewertet wird.

Breitbandausbau voraussichtlich von Februar bis August 2017Die Gemeinde hat Einwände gegen den möglichen Verlauf der Stromtrasse eingelegt. Auf Unverständnis stößt, dass die bei Bad Berneck den Verlauf der A 9 verlassen soll. Mit dem Ostbayernring besteht laut Bürgermeister Josef Etterer bereits eine Stromtrasse. Die Kommune fordert deshalb eine Untersuchung zur Bündelung. Alternativ schlägt sie kleingliedrige, lokale Maßnahmen zur Energiegewinnung vor. Bedenken bestehen außerdem wegen des angrenzenden Naturschutzgebiets Hessenreuther Wald und der eingeschränkten Siedlungsmöglichkeiten.

Der Breitbandausbau dauert länger als gedacht. Beginn der Maßnahmen ist voraussichtlich Februar 2017, das geplante Ende im August. Die Arbeiten erledigt die Firma Freitag aus Hildesheim.

Anliegerinformationen zum Ausbau der Hauptstraße erfolgen entweder schriftlich oder in Form einer Bürgerinformation nach der Ausschreibung. Eine Wasseruntersuchung in der Schmetterlingsgruppe des Kindergartens hat eine einwandfreie Qualität des Wassers ergeben.

Den Antrag von Markus Staufer aus Unterbruck auf der Flurnummer 70, eine Maschinenhalle mit den Maßen 5,80 Meter auf 13,65 Meter zu errichten, nahm der Gemeinderat an. Die Bahn als Anlieger erklärt sich mit den Plänen einverstanden. (ckl)
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