Bauausschuss Kastl inspziert Brücken
Mit Kosmetik nicht getan

Die Sicherheit hat an der Troglauer Brücke absolute Priorität. Bürgermeister Josef Etterer (Fünfter von links) und Stadtbaumeister Ludwig Häfner (Dritter von rechts) baten vor Ort um Lösungsvorschläge. Bild: wro
Politik
Kastl bei Kemnath
05.08.2016
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Rund 60 Jahre sind seit dem Bau der Brücke bei Troglau vergangen. Die Bewohner sind nun der Meinung, dass es an der Zeit ist für eine Sanierung des Bauwerks.

Mit einem entsprechenden Antrag befasste sich der Bauausschuss bei einem Ortstermin, zu dem sich auch Einwohner aus Troglau eingefunden hatten. Für Bürgermeister Josef Etterer und Stadtbaumeister Ludwig Hafner standen ausschließlich Sicherheitsaspekte im Vordergrund. Kosmetische Arbeiten könne man zwar in Betracht ziehen, diese seien aber zweitrangig. Die Brücke könne man nicht im derzeitigen Zustand lassen, schickten sie voraus.

Darüber waren sich auch die Ausschussmitglieder einig. Nachdem sie verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert hatten, schlug Etterer vor, eine seitliche Absicherung mittels einer natürlichen Schutzbarriere zu schaffen. Möglich wären auch entsprechend gearbeitete Schutzgeländer. Wichtig sei aber, dass die betroffenen Landwirte die erneuerte Brücke problemlos überqueren können.

Dem Hochwasserschutz, aber auch dem Zustand des Brückengeländers beim Haidennaab-Pegel widmete sich das Gremium beim Besuch in Unterbruck. Eine Gefahr bestehe nicht, betonte Hafner. Die jüngsten Untersuchungen seien zwar positiv verlaufen, trotzdem sollten die festgestellten Mängel beseitigt werden, empfahl der Kemnather Bautechniker. Als vordringliche Maßnahmen nannte er die Reparatur der Widerlager und der Flügelwände an der Brüstung. Es ist aber zudem damit zu rechnen, dass die Abdichtungen und der Asphalt zu erneuern sind.

Der Ausschuss entschied, die Reparaturen den Bauhofmitarbeitern zu übertragen und den weiteren Zustand im Auge zu behalten. Sollte dennoch eine Verschlechterung eintreten, werde man entsprechend, vor allem aber rechtzeitig handeln, betonte Bürgermeister Etterer. Die Möglichkeit einer Bezuschussung der Kosten sei bereits geprüft worden. Es seien jedoch keine öffentlichen Gelder zu erwarten, bedauerte der Rathauschef.

Weiter ergänzte er: Bei dieser Gelegenheit werde man sich einigen Ausbesserungsarbeiten an der Nachbarbrücke, unweit des Feuerwehrhauses, widmen müssen. Die Baustellen werden allesamt Gegenstand der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 9. August, sein.
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