Gemeinderat verwirft Antrag der Anlieger
Hauptstraße: Im Mai Förderantrag

Die Verkehrsinsel im geplanten Ausbaubereich der Hauptstraße in Kastl soll so bleiben, wie sie ist. Es war vorher schon überlegt worden, sie zu verkürzen. Bild: zaf
Politik
Kastl bei Kemnath
11.05.2016
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Sie fühlen sich überrumpelt, die Anlieger der Hauptstraße in Kastl. Diese soll Richtung Unterbruck ausgebaut und saniert werden. Seit knapp drei Jahren liegen die Pläne schon vor. Die Anlieger sahen die allerdings vor acht Tagen zum ersten Mal.

Ihrer Meinung nach soll die Gemeinde einen Antrag auf Förderung der Maßnahme zurückstellen. Deren Gesuch auf Verzögerung des Verfahrens beschäftigte am Dienstag den Gemeinderat.

Anlieger verstehen


"Man muss wirtschaftlich denken und die Zuschussmöglichkeiten nicht vergeben", meinte Bürgermeister Josef Etterer. Der Ausbau sei dringend erforderlich, sagte die Fraktionssprecherin der Freien Wähler, Elisabeth Streng. Die Förderung käme allen zugute. "Umso eher der Antrag auf Förderung eingereicht wird, desto höher sind die Chancen, dass der Förderung zugestimmt wird", meinte Dr. Gerhard Dobmeier (FW). Man müsse allerdings auch die Anwohner verstehen, die vor kurzer Zeit mit den Plänen konfrontiert wurden.

Verkehrsinsel bleibt


Daraufhin beschloss das Gremium, dass der Förderantrag nicht zurückgestellt, sondern diesen Monat noch eingereicht wird. Nur Michael Kraus (FW) stimmte dagegen. Einstimmig sprachen sich dagegen die Bürgervertreter dafür aus, die Wasserleitungen unter der Hauptstraße gleich mit zu erneuern. Ebenso soll die Verkehrsinsel so bleiben, wie sie ist. Grünstreifen entlang der Grundstücksgrenzen sollen entstehen sowie zwei oder mehrere Parkmöglichkeiten.

Die Kosten der Baumaßnahme - die Sanierung der Wasserleitungen nicht eingerechnet - belaufen sich auf 297 000 Euro brutto. Von den 205 000 Euro Kosten rein für den Straßenausbau trägt die Gemeinde 70 Prozent. Dieser Anteil könnte bezuschusst werden, wenn Kastl in das Förderprogramm kommt.

Des Weiteren gab Bürgermeister Etterer Informationen über die Städtebauförderung. Vor allem der Kern von Kastl sei sanierungsbedürftig. Dobmeier forderte, die Bewohner frühzeitig mit einzubeziehen. CSU-Fraktionssprecher Hans Walter mahnte die Räte, realistisch zu denken und warnte vor zu viel Euphorie. Eine gute Nachricht hatte Dobmeier. Das Landratsamt hat ein "Vorsicht Linksabbieger"-Schild an der Staatsstraße 2665 kurz vor der Abbiegung nach Unterbruck genehmigt.

Keine Einwände gab es zum Bauantrag von Lukas Kellner. Er plant den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und Carport in der Mühlgasse 2 in Kastl.
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