Haushaltssitzung in Kastl
Auch künftig schuldenfrei

Politik
Kastl bei Kemnath
26.04.2016
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Mit rund einer Million Euro mehr als im Vorjahr kalkuliert die Gemeinde Kastl, um ihre Aufgaben erledigen zu können. Trotz des gestiegenen Etats kann sie sich den Gang zur Bank sparen.

In großer Einigkeit hat der Gemeinderat Kastl in seiner Sitzung den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet: Der Verwaltungshaushalt schließt mit 2,416 Millionen Euro (Ansatz Vorjahr: 2,275 Millionen Euro), der Vermögensetat mit 1,718 Millionen Euro (752 000 Euro). Das Gesamtvolumen beträgt somit 4,134 Millionen Euro (3,168 Millionen Euro).

Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer geht die Kommune von 600 000 Euro aus, im Vorjahr lag der Ansatz bei 450 000 Euro. Aktuell werden im Gemeindegebiet 45 Betriebe bei der Gewerbesteuer erfasst, hiervon werden zur Zeit 18 Unternehmen zur Gewerbesteuer veranlagt. Leer wird die Kommune 2016 allerdings bei den Schlüsselzuweisungen ausgehen, hier steht - wie schon in den Jahren 2011 bis 2013 - die "schwarze Null": Trotz der geänderten Berechnungsgrundlagen für 2016 und der Berücksichtigung von zusätzlichen Faktoren erhält die Kommune hier kein Geld, denn die Steuereinnahmen der Gemeinde sind schlichtweg "zu gut" dafür. Nach oben geht es auch bei der VG-Umlage - sie steigt von 159 400 Euro auf nunmehr 170 200 Euro - sowie bei der Gewerbesteuerumlage von 97 050 auf 129 400 Euro. Und auch bei den Personalausgaben wird eine Steigerung um 40 000 Euro auf nunmehr 620 400 Euro angenommen.

Ein gutes finanzielles Polster bildet weiterhin der Rücklagenstand: Zum Abgleich des Haushalts 2016 sind 575 000 Euro Entnahme notwendig. Auch danach hat die Kommune für die nächsten Jahre noch ein Polster von rund 668 000 Euro auf der "hohen Kante". Trotz vieler Maßnahmen wird sie auch zum Jahresende voraussichtlich weiterhin schuldenfrei bleiben - nach wie vor als einzige Kommune im Landkreis Tirschenreuth.

Lobende Worte für das Zahlenwerk gab es von allen Seiten: Sowohl die Fraktionssprecher Hans Walter (CSU) und Elisabeth Streng (FW) wie auch Bürgermeister Josef Etterer betonten, dass die Aufstellung auch aufgrund der guten Kooperation im Gremium möglich geworden sei. Walter hob hervor, dass es sich um "keine Luxusausgaben" handle und viele Kosten von außen bereits vorgegeben seien. Streng hielt fest, dass der Haushalt mit Investitionen in Baugebietserweiterungen jedem Bauwilligen die Chance eröffne, sich mit einem Eigenheim in Kastl niederzulassen.
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