Saubere Lösung für Waschhalle
Gemeinderat billigt Gewerbegebiet an der Hauptstraße

Politik
Kastl bei Kemnath
21.01.2016
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Die Gemeinde Kastl schafft Platz für die Ansiedelung von Unternehmen: Die Gemeinderäte beschlossen in ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr die Ausweisung des Areals an der Hauptstraße als Gewerbegebiet.

Damit einhergehend musste zum siebten Mal der Flächennutzungsplan geändert werden. Einstimmig nahm das Gremium die Ausweisung des bisherigen landwirtschaftlich genutzten Teilgebiets als Gewerbegebiet an.

Dem Ganzen ging eine Bauvoranfrage voraus: Das Dienstleistungsunternehmen Raps möchte an der Hauptstraße eine Waschhalle, Diesellager und ein Unterstelllager bauen. Das Landratsamt Tirschenreuth bestand auf einen Bebauungsplan. Den Entwurf für den Aufstellungsbeschluss hat das Architekturbüro Schultes erstellt, den Mitarbeiter Michael Wagner in Grundzügen erläuterte.

Pflanzgürtel zur Straße hin


In der Bauverbotszone, den 20 Metern zur Staatsstraße, soll in Absprache mit der Naturschutzbehörde ein Pflanzgürtel entstehen. Verkehrsteilnehmern soll dadurch aber im Einmündungsbereich nicht die Sicht genommen werden. Die Bauten dürfen maximal zwei Geschosse haben, als Dachform sind Sattel-, Pult- oder Flachdächer vorgegeben. Die Gebäude sind parallel anzuordnen. Bei der Firstrichtung empfiehlt Wagner aus gestalterischen Gründen, diese parallel zur Längsseite des betreffenden Gebäudes anzuordnen.

Bürgermeister Josef Etterer schlug vor, dazu keine Festlegungen zu machen. "Wenn es für die Gemeinde kein Problem ist, ist es für uns auch kein Problem", nahm Wagner den Vorschlag an. Als Einfriedungen sind ausschließlich Hecken oder Zäune vorgesehen, Mauern und Sockel sind unzulässig, damit Amphibien nicht über die Straße laufen. Da viele Flächen befestigt werden, soll durch Erdbecken, einen Teich oder einen kleinen Staugraben die Wasserableitung gewährleistet werden.

Gülle kommt nach obenBauanträge: Das Gremium billigte den Tekturantrag von Hans Müller aus Senkendorf. In der bereits bestehenden Baugenehmigung zum Neubau eines Milchviehstalles mit Kälberstall, Nachzucht und Güllegrube muss die Ausführung der Grube geändert werden. Ursprünglich war ein Tiefbehälter geplant, jedoch muss nun wegen der problematischen Grundwassersituation ein Güllehochbehälter gebaut werden. Ein Tiefbehälter wäre nur mit einem sehr hohen Kostenaufwand möglich.

Auch dem Antrag von Berthold Baumann, Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Flurweg, stimmten die Räte zu. Sie befürworteten dessen Wunsch auf Befreiungen hinsichtlich des überschreitenden Dachüberstandes und Baufensters.

Learning Campus: Die Gemeinde wird sich heuer wieder am Ferienprogramm beteiligen. Dabei übernimmt die Kommune einen Teil der Kosten für die Eltern.

Internet: Elisabeth Streng erkundigte sich nach dem Stand beim schnellen Internet. Laut dem Breitbandpaten Josef Lingl von der Verwaltungsgemeinschaft wartet die Kommune noch auf den Vorbescheid der Regierung. (sib)
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