Jagdgenosse denkt bei Bejagung der Schwarzkittel auch an Drohneneinsatz
Für Wildschweine keine Piloten

Vermischtes
Kastl bei Kemnath
20.04.2016
23
0

Wenig Erfolg hatte Jagdgenosse Ludwig Braun mit seiner Idee, wie den Wildschweinen beigekommen werden könnte. Er hatte in der Jahreshauptversammlung den Kauf einer Drohne mit Kamera vorgeschlagen.

Mit dem Gerät können die Schwarzkittel besser lokalisiert werden, meinte der Troglauer in der Zusammenkunft der Jagdgenossenschaft Kastl-Unterbruck im Vettersaal. Für Jagdpächter Bruno Ponnath würde sich jedoch eine Schwierigkeit ergeben: "Die Anschaffung so einer Drohne ist nicht das Problem - es scheitert eher am Piloten, der so ein Ding fliegen kann."

Zudem hätten "der hohe persönliche Einsatz eines jeden Jägers, die tägliche Überprüfung der Kirrungen, Abspüraktionen und Sammelansitze, sowie die Anlage von Wühlstreifen Wirkung gezeigt", berichtete Ponnath. Mit 32 Wildsauen seien so viele wie noch nie erlegt worden. Als zusätzliche Maßnahme solle in den nächsten zwei Jahren im Revier der sogenannte "Saufang" (eine Art Gatter als Wildschweinfalle) getestet werden. Entsprechende Anlagen seien in anderen Revieren besichtigt worden. Allerdings müsste noch die Untere Jagdbehörde zustimmen.

Wiesenhobel im Einsatz


Laut Vorsteher Gerhard Veigl mussten 2015 wieder zahlreiche Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen behoben werden. Hier dankte er Hans Kaufmann, der mit dem genossenschaftseigenen Wiesenhobel die Schäden immer sehr zeitnah beseitigt habe. "Die Regulierung erfolgte stets unproblematisch und gütlich zwischen Jagdgenossenschaft und Besitzern." Die im Vorjahr angedachte Wildschadenversicherung sei mangels Beteiligung nicht zustande gekommen.

Bruno Ponnath teilte mit, dass in den Revieren 27 Füchse erlegt wurden. Beim Rehwild konnte der Abschussplan erfüllt werden. Von 23 Rehen fielen allerdings 12 Stück dem Straßen- oder Bahnverkehr zum Opfer. Die Rotwildbestände entwickelten sich gut, hier konnten drei Stück erlegt werden, erklärte der Waidmann. Bei den Niederwildbeständen setzte sich jedoch der negative Trend fort.

Erstmals konnte in Kastl ein Sika-Kalb geschossen werden. Diese kleine Hirschart aus Ostasien ist über Tschechien eingewandert und wurde in den vergangenen Jahren schon öfter gesichtet. Das Fell der Sikas weist im Sommer deutlich weiße Flecken auf. Ponnath dankte abschließend dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit sowie allen Helfern bei der Schwarzwildbejagung. Zudem würdigte er die Familie Vetter für die Zubereitung des Jagdessens.

500 Euro für Wegebau


Auch in diesem Jahr werden auf Vorschlag von Gerhard Veigl wieder 500 Euro für den Wegebau zurückgelegt. Der Rest kommt zu den Rücklagen oder wird für die weitere Regulierung von eventuell anfallenden Wildschäden verwendet. Der Beschluss hierzu erfolgte einstimmig.

Zweiter Bürgermeister Arno Stahl dankte den Verantwortlichen der Jagdgenossen für ihr Engagement sowie die stets gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Nach seinem seinen Kassenprüfbericht gratulierte Reinhold Veigl Vorsteher Gerhard Veigl zur bestandenen Jägerprüfung. Mit den Worten: "Nun weißt du auch, über was du hier sprichst", hatte er die Lacher der rund 60 Versammlungsteilnehmer auf seiner Seite.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.