Kastler Maibaum steht nach 45 Minuten
Böller geben den Startschuss

Damit die Schwalben am Stamm besser Halt fanden, hatten die Männer und Burschen lediglich ein Spiralmuster aus der Rinde geschält. Bild: rpp
Vermischtes
Kastl bei Kemnath
04.05.2016
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Lautstark feuerten die Kastler am Dorfanger die 25 Männer und jungen Burschen an. Mit Schwalben hievten diese am Samstag den Maibaum in die Höhe. "Unter der Regie von Lukas Haberkorn konnte dieses Mal der Baum sogar umgeschnitten werden, ohne dass die Spitze abbrach", erzählte Jugendfeuerwehrwart Dominik Kugler von der morgendlichen Fällaktion.

Ein Traktor zog den geschmückten Baum dann, auf einem historischen Wagen liegend, in die Dorfmitte. Aus der Rinde hatten die Burschen ein Spiralmuster ausgeschält. Die Schwalben hatte Stefan Kneidl, wie vor ihm dessen Vater Reinhold, gefertigt.

Seit rund zehn Jahren hält die örtliche Feuerwehr die Tradition des Maibaumaufstellens aufrecht. Die Jahre zuvor hatte sich die Katholische Landjugend Kastl darum gekümmert. Genauso lange sind die Böllerschützen dabei. Sie gaben den Startschuss zum Spektakel. Nach ungefähr 45 Minuten verkündeten sie mit einem Schluss-Salut, dass der Baum steht. Im Anschluss feierten die Kastler unter den alten Linden und Kastanien bis spät in die Nacht. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Wärme spendeten Feuertonnen und ein Kanonenofen mit Theke.

Die Jugendlichen setzten dann in der Nacht den Brauch fort: Sie entwendeten in der Walpurgisnacht lose Gegenstände wie Stühle, Gartenabdeckungen, Blumentöpfe sowie anderes Gerät und brachten es an den Maibaum. Dort konnten die Besitzer am nächsten Tag die Sachen wieder abholen.
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