Pfarrer Heribert Stretz Referent beim Kathloschen Männerverein
Wie Mutter Teresa sein

Heribert Stretz (rechts) berichtete vom Wirken der heiligen Mutter Teresa. Vorsitzender Thomas Hederer veranschaulichte den Vortrag mit Bildern und Darstellungen. Bild: bkr
Vermischtes
Kastl bei Kemnath
23.09.2016
14
0

Papst Franziskus sprach Mutter Teresa am 4. September auf dem Petersplatz in Rom heilig. Wie es dazu kam, beleuchtete Präses Pfarrer Heribert Stretz in einer Versammlung des Katholischen Männervereins.

Als Kind einer wohlhabenden katholischen Familie kam Anjezë Gonxha Bojaxhiu am 26. August 1910 in Skopje (Gauptstadt des heutigen Mazedoniens) zur Welt. Schon mit zwölf Jahren hatte sie den Wunsch, Missionarin zu werden. Als 18-Jährige verließ sie das Mutterhaus und ging nach Irland, wo sie um Aufnahme ins Noviziat bei den Loretoschwestern bat.

Nach zwei Monaten wurde sie nach Bengalen geschickt. In Kalkutta legte die ihre Profess ab und wirkte dort 17 Jahre als Lehrerin. "Auf einer Fahrt durch Kalkutta verspürte sie am 10. September 1946 beim Anblick eines Kruzifixes ihre Berufung, den Armen zu helfen", führte Stretz aus. In ihrem Tagebuch schilderte sie dieses Erlebnis als mystische Begegnung mit Jesus, der sie mit den Worten "Mich dürstet" dazu aufgefordert habe, ihm in den Ärmsten der Armen zu dienen.

Mutter Teresa wurde durch ihre Arbeit mit Armen, Kranken, Sterbenden und Obdachlosen ein Werkzeug des Friedens. Anliegen der Ordensfrau war es, stets den Rosenkranz zum Gebet in ihren Händen zu halten. Viele Möglichkeiten sah sie, in der Stille die Hände zum Gebet zu falten. Mutter Teresa sagte: "Wollt ihr etwas Schönes für Gott tun? Es gibt einen Menschen, der euch braucht. Das ist eure Chance." Dazu merkte der Referent an, dass wir nicht immer merken, wo ein Mensch Hilfe braucht.

Mutter Teresa sei zu den Menschen, die Hilfe benötigten, gegangen und habe so den Glauben gelebt. Die Friedensnobelpreisträgerin habe aufgefordert, durch Türen zu gehen, auch ohne zu wissen, was uns dahinter erwartet. Gottes Liebe könne nur weitergegeben werden, wenn man selbst mit Liebe erfüllt sei. Die Heilige lade ein, den Glauben im Hintergrund zu leben, erläuterte der Präses. Er ermutigte seine Zuhörer, einfach einmal Mutter Teresa zu sein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.