Sommerfest des Kinderhauses Pusteblume
Kinder wollen Vorbild sein

Frieden für alle Kinder wünschten sich die "Flowerpower-Mädchen" bei ihrem Auftritt beim Sommerfest des Kinderhauses Pusteblume. Bild: rpp
Vermischtes
Kastl bei Kemnath
08.07.2016
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Bei der Suche nach einem Motto für das Kindergartenfest hilft der Blick in die Freundschaftsalben der Kleinen. Dort steht bei der Frage, was sie gerne haben, meist "Freundschaft". Dagegen mag keines der Mädchen und Buben "Streit".

Die Kinder hörten in den Medien von Vertreibung, Krieg und Flüchtlingsproblematik. Sie erlebten selbst im Alltag Streit, Neid und Eifersucht, erläuterte Kinderhausleiterin Ulrike Hederer die Idee zu dem Motto "Frieden und Freundschaft". Keines der Mädchen und Buben sei gerne allein, jeder von ihnen möchte in Frieden leben. "Die Kinder können dabei für uns Erwachsene ein Vorbild sein, denn sie wissen, dass gegenseitige Hilfe, Vertrauen, Toleranz, Interesse für und Annehmen des Anderen, so wie er ist, helfen, dauerhafte Freundschaften zu pflegen." Die Kleinen hätten dafür ein natürliches Gespür.

Beim Anspiel tanzten sich die jungen Akteure gleich in die Herzen der Gäste mit dem Lied "Jetzt fangen wir an, wir gehören zusammen, weil jeder was kann". Mit dem Eröffnungslied brachte Anton Kopp die Eltern und Geschwister sofort zum Schmunzeln. Er stellte sich ganz alleine vor die Zuschauer und erinnerte mit seinem gekonnten Hüftschwung an so manchen Profisänger.

Anschließend erarbeiteten die Kinder das Wort "Frieden" auf immer neue Weise und zeigten dabei, was sie gelernt hatten. Ob mit einem Fingerspiel, der Aufschlüsselung des Wortes in Einzelbuchstaben mit eindringlicher Bedeutung oder mit einem Lied. Immer wieder betonten sie, dass jeder das Recht auf Frieden habe.

Schön anzuschauen war der Sonnentanz. Auch der Auftritt der "Flowerpower-Mädchen" war eine Augenweide. Gekleidet im Stile der 1970er Jahre, forderten sie: "Give Peace a Chance". "Gebt den Kindern ihren Platz, dass ein jedes Frieden hat", lautete ihr Appell. Beim Schlusslied sangen dann die Eltern gerne auch für mehr Frieden mit.

Elternbeiratsvorsitzender Markus Kaufmann und Bürgermeister Josef Etterer dankten dem Kindergartenteam für die geleistete Arbeit im vergangenen Kindergartenjahr sowie für die gute Zusammenarbeit. Der Rathauschef wünschte zudem Annalena Herr alles Gute für die neue Arbeitsstelle. Er wies auch darauf hin, dass die Chronik des Kindergartens, der im vergangenen Jahr 40. Jubiläum feierte, fertiggestellt sei und zum Verkauf im Kindergarten bereit liege.

Bei guter Verpflegung genossen Kinder und Gäste den Nachmittag. Eisenbahn, Wurfmaschine und Schminktisch ließen keine Langeweile aufkommen. Auch die Tombola war beliebt, denn jeder wollte gerne eine der Eintrittskarten für den Nürnberger Zoo gewinnen.
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