Versammlung der KAB-Ortsverbände Kastl, Pressath und Burkhardsreuth
Mit Gott nie alleine

Der Kastler Vorsitzende Robert Steinkohl dankte Pfarrer Heribert Stretz (von links) mit einem Abendtrunk für seinen Vortrag. Bild: rpp
Vermischtes
Kastl bei Kemnath
22.09.2016
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Die Kastler wissen jetzt, dass ihr neuer Pfarrer Keyboard spielen kann. Auf dem Instrument begleitete Heribert Stretz die Liedtexte, die er für seinen Vortrag bei den KAB-Ortsverbänden Kastl, Pressath und Burkhardsreuth mitgebracht hatte.

An den Liedern zeigte der Seelsorger in der Versammlung im Pfarrheim auf, wie Gott uns im Alltag zur Seite steht, wenn wir nur fest im Glauben stehen, seinem Weg folgen und uns gegenseitig im Glauben stärken. Früher hätten die Eltern den Glauben und die Rituale dazu vorgelebt. Heute wirkten eine Vielzahl von Einflüssen auf die Gläubigen ein, die verwirren und die Menschen manchen falschen Weg gehen lassen, erklärte Stretz. Anhand der Lieder "Herr, du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg" und "Bewahre uns Gott, behüte uns, Gott" aus dem neuen Gotteslob beschrieb er, wie Gott im Alltag wirkt und dem Weg Jesu gefolgt werden kann.

Dazu stellte er die Dreifaltigkeit des christlichen Gottes in den Mittelpunkt. Die Symbole Hand, Taube und Christusmonogramm stehen laut dem Pfarrer zwar für drei Einzelgottheiten, die aber zusammen gehören und zusammen wirken. Die Hand Gottes stehe für Schutz und Segen, die Taube für die Kraft des Heiligen Geistes und das Monogramm für das Wirken Christi.

Aus den Liedern griff Pfarrer Stretz verschiedene Leitworte heraus, die er erklärte und in Bezug zum Alltagsleben stellte. Er ermutigte die Gäste, ja zu sagen zu Gottes Wegen, auch wenn sie ungelegen kommen oder unbequem erscheinen. Man müsse keine Angst haben, denn Gott sei da. Jesus habe Gott in seinen Gleichnissen vorgestellt als liebenden Gott. Er sei Vermittler, dass wir zu Gott finden, im jetzigen Alltag und nach dem Tod in ein neues Leben.

"Das Leitwort Freiheit sei in unserem Alltag anders besetzt, als Jesus es meinte", betonte der Referent. Gemeint sei nicht ein Maximum an Freizeitgestaltung, sondern die Freiheit, inwieweit man sich auf den Weg Gottes einlasse. Die Beichte könne als Geschenk angenommen und müsse nicht als Zwang angesehen werden. Mit Jesu Vermittlung werde die Schuld von den Gläubigen genommen und sie wieder in den Stand der Taufgnade versetzt, auf dass sie in das Reich Gottes aufgenommen werden können.

Beim zweiten Lied erläuterte er anhand des Aaronsegens Gottes Wirken in schweren Zeiten. Er ließ die Israeliten nicht alleine, sondern sandte Wasser aus der Tiefe des Felsens und Manna vom Himmel. Stretz warb für Vertrauen auf Gottes Zuspruch aus der Höhe und gab den Gläubigen den Auftrag, die Firmlinge immer wieder an dessen Gaben zu erinnern. Diese seien ein wertvolles Geschenk an jeden Einzelnen.

Pfarrer Stretz betonte, dass Vertrauen und Glauben zusammenhängen. Christen sähen nicht nur ihre eigenen Interessen, sondern setzten sich auch für andere ein. So schloss der Abend auch mit einem Fürbittgebet für all jene, die Schweres durchmachen und die nicht wissen, wie es weitergehen soll.
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