Vom Schoßkind zur Kollegin

Bürgermeister Josef Etterer gratulierte mit Kinderhausleiterin Ulrike Hederer (rechts) Edeltraud Haberkorn für 40 Jahre Dienstzeit. Bild: rpp
Vermischtes
Kastl bei Kemnath
11.09.2016
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Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres gratulierte Bürgermeister Josef Etterer zu einem seltenen Jubiläum. Denn Edeltraud Haberkorn blickt auf vierzig Jahre Dienst im Kinderhaus Pusteblume zurück. Die Erzieherin hatte auch schon Kolleginnen auf dem Schoß sitzen, als diese noch Kinder waren.

Etterer dankte der Kinderpflegerin für die Treue, die gute Zusammenarbeit, ihre Zuverlässigkeit und den Einsatzwillen, den sie immer zeige. Seit 1976 ist Haberkorn unermüdlich im Einsatz, um die ihr anvertrauten Kinder auf das Leben und die Schule vorzubereiten. Mit ihrer Erfahrung konnte sie schon vielen jungen Eltern beratend und beruhigend zur Seite stehen.

Als Urgestein des Kastler Kinderhauses war sie fast seit Eröffnung der Einrichtung dabei, was Etterer mit einem Blick in die Chronik belegte. So manche der derzeitigen jungen Eltern oder Kolleginnen wurden als Kind bereits von Edeltraud Haberkorn auf ihrem Schoß sitzend getröstet.

Josef Etterer war nicht allein gekommen, auch Altbürgermeister Bruno Haberkorn, das Kinderhauspersonal mit Leiterin Ulrike Hederer, stellvertretende Leitung Cindy Ketscher, die Gemeindearbeiter und das Raumpflegepersonal ließen es sich nicht nehmen, Edeltraud Haberkorn zu würdigen. Hederer stellte die Zuverlässigkeit, die beruflichen Kenntnisse und Erfahrung von Haberkorn heraus. Die Kolleginnen ehrten die Jubilarin mit einem liebevollen Gedicht, mit dem sie ihr weiterhin viel Tatendrang, Lebensfreude und Gesundheit wünschten.

Auf die Frage, was ihr an ihrem Beruf besonders wertvoll erscheint, antwortete Haberkorn: "Auch wenn sich die Grundzüge der Erziehungsarbeit im Kindergarten immer wieder verändert haben, so ist es nach wie vor die Beschäftigung mit den Kindern, die mir am Herzen liegt. Sie aufwachsen und reifen zu sehen, ihre Entwicklung bis zur Einschulung zu beobachten und zu begleiten, sie zu fördern und zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Das ist mir das Wichtigste." Die Arbeit mit den Kindern beinhalte auch sehr viele lustige Erlebnisse, weil die Kleinen sich sehr direkt und schonungslos, unkompliziert und ehrlich äußern. "Was sich all die vielen Jahre hindurchzieht, ist, dass die Kinder meinen Namen immer wieder verändern. So war ich schon die Edelfrau, die Eltrett, die Edelbraut und ,die' Edelstein."
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