Bürgermedaille für Anna Maria Weiß aus Kastl
Lebenswerk des Ehemannes fortgeführt

Die silberne Bürgermedaille von Kastl für Anna Maria Weiß (Zweite von links): Dazu gratulierten Landrat a. D. Armin Nentwig (links), Bürgermeister Stefan Braun (Dritter von links) und Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Rudolf Kraus (rechts).
Kultur
Kastl
25.05.2016
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Anna Maria Weiß führt das Lebenswerk ihres Ehemannes Franz fort. Kastl möchte darauf nicht mehr verzichten und revanchiert sich mit einer Ehrenbekundung.

Der Zeitpunkt hätte besser nicht passen können. Zum Internationalen Museumstag am Sonntag überreichte Bürgermeister Stefan Braun die Bürgermedaille des Marktes in Silber an Anna Maria Weiß. Sie führt nach dem Tod ihres Ehemannes Franz das von ihm gegründete Heimatmuseum fort, heuer besteht es seit 30 Jahren.

Flankiert von ungewöhnlich vielen Besuchern wegen schönen Wetters und des Museumstages zitierte Braun den Text der Verleihungsurkunde: "Als Dank und Anerkennung für 30 Jahre Verdienste um das Heimatmuseum und zur Bewahrung des bäuerlichen und handwerklichen Kulturgutes." "Die heutige Auszeichnung", so der Bürgermeister, "ist auch ein Dankeschön des Marktes Kastl an Sie, Frau Weiß, für diese besondere Lebensleistung."

Unermüdlich


Weitere Gratulanten waren Landrat Richard Reisinger, der mit dem Fahrrad nach Kastl gekommen war, der frühere Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Rudolf Kraus und Landrat a. D. Armin Nentwig. Braun ging in seiner Laudatio auch auf den "Jugendtraum" des Museumsgründers Franz Weiß ein, der zusammen mit seiner Ehefrau Anna Maria "in mehr als 45-jähriger Kleinarbeit, mit unermüdlicher Ausdauer, Sachverstand und mit richtigem Gespür für echtes Volkstum viele alte Schätze aus dem bäuerlichen und handwerklichen Lebens unseres Raumes zusammengetragen hat". Das sogenannte Auerhaus - das ehemalige Hammerwerk des Klosters, in dem das Museum untergebracht ist, strahle die notwendige Atmosphäre, um die Sammlung wirkungsvoll und übersichtlich darzustellen. Nach Brauns Kenntnisstand ist das nun von Anna Maria Weiß betriebene Heimatmuseum die einzige derartige Einrichtung in der Oberpfalz, "die in Eigenregie ein so umfangreiches Kulturgut der Öffentlichkeit zugänglich macht, und das ohne öffentliche Zuwendungen".

Stets mit dabei


Auf dem Museumshof herrschte derweil emsiges Treiben mit vielen Besuchern und der D'Pischdorfer Wirtshausmusi. Dicht umlagert waren an diesem Nachmittag die Schmiede, in der der Schmie-Sepp (Josef Mosner) mit seinem Sohn Christian dieses alte Handwerk hautnah präsentierte. Nicht fehlen durfte Therese Wittmann (Pfaffenhofen), die mit ihrem Spinnrad inzwischen nahezu zum Inventar des Museums gehört.

Geboten wurden zudem auch Zumba-Vorführungen von Kindern, Kreistänze, in die sich auch Besucher einreihen konnten, sowie Fertigkeiten wie Klöppeln, das Bemalen von Springerln oder eine Auswahl von Heilkräutern und Tees.
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