In Utzenhofen tanzen 15 Paare um den Baum
Trotz Gewitters drei ausgelassene Tage

Die 15 Utzenhofener Kirwapaare vor dem Pferdefuhrwerk von Stefan Hofmann. Bild: aun
Kultur
Kastl
15.06.2016
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Utzenhofen. Nicht nur von Sonnenschein begleitet waren das Patrozinium der Kirche Sankt Vitus und die dazugehörende weltliche Feier. Einige Gewitter begleiteten die 24. Auflage der Vitus-Kirwa in Utzenhofen. Die Kirwagemeinschaft um den Vorsitzenden Thomas Bauer ließ sich dennoch nicht ausbremsen. Sie hatte die drei ausgelassenen Tage bestens organisiert, unter dem Motto "Die Tradition lebt". Und sie wurden mit großem Zuspruch belohnt.

Zum Auftakt am Freitag wurde bei einem großen Schafkopfturnier an 26 Tischen um viele wertvolle Preise gespielt. Der erste, 200 Euro, ging mit 122 Punkten an einen Teilnehmer aus Prönsdorf. Bereits am Samstagnachmittag wurde der mühevoll mit Schnitzereien geschmückte Baum neben dem Festzelt aufgestellt. Mit Hilfe eines Autokrans wurde er in die Senkrechte gebracht. Die Band "Oi's Zufall" unterhielt die Gäste bis spät in die Nacht: Festzelt und Dorfplatz drohten aus allen Nähten zu platzen.

Auch nach einer durchtanzten Nacht war es für die 15 Kirwapaare und die Vereinsabordnungen selbstverständlich, am Sonntagfrüh den Gottesdienst mit Pfarrer Josef Knovsky zu besuchen. Die kirchliche Feier im gut gefüllten Zelt begleitete die Gruppe Grescendos.

Nachmittags sorgten die Hoglbouchan für Stimmung und Gstanzlsänger Josef Bäff Piendl brachte das voll besetze Festzelt zum Lachen: Ein Stichwort genügte ihm - und die Gstanzln sprudelten nur so aus ihm heraus. Sehr zur Freude der Zuhörer. Der Kirwabär wurde am Montag durchs Dorf getrieben, wo er allerhand Schabernack trieb. Zum Festausklang brachte die Band D'Rebell'n die vielen Besucher immer wieder in Hochstimmung.

Bei der Baum-Verlosung zog Daniel Ott von den Kirwaleit Bernla den Haupttreffer. Ohne zu zögern, gab er den Baum gleich wieder zur Versteigerung frei und bescherte den Kirwapaaren damit einen großen Erlös.

Am Ende gehörte das Festsymbol der Grottenfest-Gemeinschaft Laaber, die dafür 460 Euro hinblätterte. Der zweite Preis, eine Bierzeltgarnitur, ging an einen auswärtigem Gast. Das Keilholz gewann Bürgermeister Stefan Braun aus Utzenhofen.

Austanzt is!Zum Austanzen brachte Stefan Hofmann aus Ehringsfeld die 30 Kirwaleit im geschmückten Pferdefuhrwerk mit prächtigen schwarzen Rössern zum Dorfplatz, begleitet von den Hoglbouchan. Schnell zeigte sich, wer in den Tanzstunden bei den Walzern, Polkas, Zwiefachen und Boarischen aufgepasst hatte. Die Kirwaleit trugen auch Gstanzln vor, in denen manche ihr Fett weg bekamen - und die bei den Gästen viel Applaus ernteten. Mit Hilfe eines Blumenstraußes wurde das neue Oberkirwapaar ermittelt: Theresia Guttenberger und Thomas Schuhmann. (aun)
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