Neben Schweppermann noch ein zweites Festspiel
Große Pläne für Kastl

Ein Fingerzeig für Kastls Zukunft als Festspiel-Standort: Neben den etablierten Schweppermannspielen (Bild) soll es hier künftig noch eine weitere Freiluft-Aufführung geben - aus der Feder von TV-Regisseur Thomas Stammberger. Archivbild: Steinbacher
Kultur
Kastl
13.05.2016
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Die Schweppermannspiele zählen zu den größten Freilicht-Aufführungen der Oberpfalz. Damit das auch künftig so bleibt, plant die Marktgemeinde Neues. Mit hochkarätiger Hilfe: Thomas Stammberger, einer der Väter der BR-Erfolgsserie "Dahoam is Dahoam", führt ab 2018 in Kastl Regie.

Seine Aufgabe: In zwei Jahren soll in Kastl ein komplett neues Festspiel uraufgeführt werden. Das teilt die Gemeinde in einer Presseinformation mit. Ein solches Projekt erfordert natürlich eine langfristige Planung. Mit Details halten sich die Beteiligten momentan noch bedeckt. Die Öffentlichkeit soll bei einem Infoabend am Freitag, 20. Mai, im Forsthof mehr erfahren.

Profilierter Fachmann


Seit 1953 veranstaltet die Gemeinde Kastl im fünf- oder zehnjährigen Rhythmus die Schweppermannspiele - überregional bekannt, mit fünfstelligen Besucherzahlen. 2013 wurde zuletzt mit großem Erfolg gespielt. Beim nächsten Mal, 2018, soll nun vieles neu werden auf der historischen Klosterburg: "Mit Fernsehregisseur Thomas Stammberger übernimmt ein in Bayern äußerst profilierter Fachmann die Regie", kündigt die Gemeinde erfreut an. Dieser werde auch ein neues Stück schreiben, das künftig im fünfjährigen Wechsel mit dem Schweppermannspiel präsentiert werden soll. "Kastl und seine Festspieltradition stehen zweifelsohne vor einem großen Schritt", kommentiert Bürgermeister Stefan Braun die einstimmige Entscheidung des Gemeinderats, die Festspiele weiter zu professionalisieren. Seit mehr als einem Jahr stehe man mit Thomas Stammberger und seinem Team in Kontakt. Seine Überlegungen, den Festspielort Kastl langfristig zu sichern, seien bei allen Verantwortlichen auf offene Ohren gestoßen.

Klosterburg beflügelt


Stammberger, der in Ostbayern bereits zahlreiche Freilichtspiele gegründet, erneuert und inszeniert hat, arbeitet seit mehr als 15 Jahren schwerpunktmäßig für das Fernsehen und führte bei fast 200 Serienfolgen Regie. Den BR-Dauerbrenner "Dahoam is Dahoam" hat er mit aufgebaut. Zurzeit verantwortet er als Redakteur des BR-Fernsehens die Bereiche Bayerische Serie und Volkstheater und damit auch das Erfolgsformat "Der Komödienstadel". Für Kastl hat er große Pläne. "Zuerst einmal beflügeln die Klosterburg und der Festspielspirit in Kastl gleichermaßen die Fantasie", sagt der 48-jährige, gebürtige Kötztinger: "Ich habe das Gefühl, dass wir gemeinsam einiges auf den Weg bringen können."

Beabsichtigt ist, neben dem seit Jahrzehnten erfolgreichen Schweppermannspiel ein zweites Stück aus Stammbergers Feder zu etablieren. Dieses soll nicht im 14. Jahrhundert, sondern wesentlich früher angesiedelt sein - zur Zeit der Klostergründung um 1100, "im noch recht dunklen Mittelalter". Mehr will Stammberger noch nicht verraten.

Alle Interessierten sind willkommenWeitere Informationen zur Festspiel-Zukunft in Kastl gibt es am Freitag, 20. Mai, um 20 Uhr bei einem offenen Infoabend im Gasthaus Forsthof. Dazu sind alle Interessierten aus der Region, insbesondere auch ehemalige Schweppermannspieler, eingeladen.

Bei diesem Treffen stellt die Marktgemeinde neben dem Konzept für 2018 auch weitere Teammitglieder vor, die die vielen Amateure auf der Bühne professionell anleiten und in Szene setzen: Von der Co-Regie (TV-Schauspielerin Gabrielle Odinis) über das Bühnenbild (Heike Holder-Niedermeier) bis zum Lichtdesign (Karlheinz Pauli) bringt Regisseur Thomas Stammberger einige profilierte Kollegen mit, die auch bei seinem letzten Erfolg, der musikalischen Groteske "Doc Eisenbarth is back in town", 2014 im niederbayerischen Viechtach, involviert waren. Bürgermeister Peter Braun: "Alles, was wir bisher hören durften, macht Lust auf mehr. Jetzt hoffen wir darauf, dass auch bei der Neuinszenierung ganz Kastl wie in der Vergangenheit an einem Strang zieht und uns hilft, die Festspiele Richtung Zukunft zu bewegen."
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