60 Euro pro Elektrogerät

Lokales
Kastl
18.10.2014
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Die Bürger sollen Energie sparen und die Gemeinde möchte dafür Anreize setzen. In die Diskussion über das Förderprogramm steckten die Räte ebenfalls viel Energie.

Maximal 10 000 Euro pro Jahr stellt die Gemeinde 2015 und 2016 Bürgern für Energieeinsparmaßnahmen zur Verfügung: Die Zuschüsse richten sich nach einem Katalog, den ein Energiespar-Förderprogramm zusammenfasst.

Ursprünglich wollte sich das Gremium am Kemnather Einsparprogramm orientieren. Den Räten lag dazu ein Entwurf vor. Dieser war aber bereits zu Beginn der Beratung und Abstimmung Makulatur: Bürgermeister Josef Etterer hatte angeregt, eine Doppelförderung - etwa durch ein Landes- oder Bundesprogramm - auszuschließen. In diesen Fällen sollte das kommunale Programm nachrangig sein. Damit fielen Förderungen für thermische Solaranlagen für die Heizungserneuerung und die Umstellung auf Biomasse oder Wärmepumpe sowie für Solarstromspeicherung weg.

Hubert Mühlhofer und Bruno Haberkorn (beide CSU) meldeten generelle Bedenken an. "Die Gemeinde muss nicht alles fördern", sagte Mühlhofer. Etterer meinte dagegen, dass ein gewisser Anreiz für die Bürger sein müsse, Michael Kraus (FW) ergänzte, dass die Kommune steuernd tätig werden solle. Für Haberkorn stand aber fest, dass ein derartiges Programm nicht wie gewünschte wirke,d das zeige der Blick nach Kemnath.

Nicht für "Luxusartikel"

Gefördert werden soll nun der Austausch von Heizungsumwälz- und Wärmezirkulationspumpen mit 60 Euro pro Gerät. Eine Förderung von 100 Euro gibt es für eine thermografische Gebäudeanalyse. Umstritten war auch, die Anschaffung von Haushaltsgeräten der besten Energieeffizienzklasse zu fördern. Michaela Veigl (CSU) betonte, dass man hier "Luxusartikel" wie Wäschetrockner, Geschirrspüler und Elektrobackofen ausnehmen sollte. Lediglich die drei FW-Räte, Gerhard Dobmeier, Elisabeth Streng und Michael Kraus, wollten auch diese Geräte fördern.

Mit 6:5 beschloss das Gremium die Förderung des Kaufs von Waschmaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräten mit je 60 Euro. Zu beachten ist, dass eine kommunale Förderung nur möglich ist, wenn die Ausführung durch beziehungsweise die Anschaffung in einem Fachbetrieb im Umkreis von 15 Kilometern erfolgt.
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