Andreas Stahl erhält am Samstag Diakonweihe - Eltern und Großeltern aus Kastl
Seine Wurzeln nicht vergessen

Rosa und Rudolf Stahl freuen sich über jeden Besuch ihres Enkels - einer von insgesamt zwölf - und tauschen am liebsten in gemütlicher Kaffeerunde Neuigkeiten aus. Auf die Frage, ob er denn vor der großen Zeremonie schon aufgeregt sei, antwortet der angehende Diakon im schönsten fränkischen Dialekt nur: "A weng scho - oba no lang net so orch wie mei Mudder!" Bild: ask
Lokales
Kastl
17.09.2015
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Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Theologiestudiums erhält Andreas Stahl aus Bindlach bei Bayreuth am Samstag im Bamberger Dom die Diakonweihe. Die Wurzeln des 27-jährigen "Oberfranken" liegen jedoch in der Oberpfalz: Seine Eltern Josef und Waltraud Stahl, geborene Lober, stammen aus Kastl. Die Großeltern leben noch dort.

Immer wenn es sein Terminkalender zulässt, besucht der angehende Diakon das Heimatdorf seiner Vorfahren. Oma Rosa (81) und Opa Rudi (83) sind sehr stolz auf ihren Enkel: "Wenn es unser Gesundheitszustand zulässt, werden wir natürlich an diesem ganz besonderen und bestimmt nicht alltäglichen Ereignis im Bamberger Dom teilnehmen".

Zeit für Friedhofsbesuche

Die Großeltern freuen sich über jeden Besuch des Enkels - und sei er noch so kurz. Sehr interessiert verfolgen sie Andreas' Ausführungen über die Aufgaben, die er als "Praktikant" in den verschiedenen Pfarreien zu meistern hat. Durch seine offene und herzliche Art ist er bei Familienfeiern immer ein gerngesehener Gast. Bei jedem noch so kurzen Abstecher nach Kastl nimmt sich Andreas Zeit, um das Grab der verstorbenen Großeltern Hans und Rita Lober auf dem Friedhof aufzusuchen.

Alle Verwandten und Bekannten respektieren seine Entscheidung für das Priesteramt. Die Eltern Josef und Waltraud unterstützen ihren Sohn, wo es nur geht.

Zur Welt kam Andreas Stahl 1988 in Bayreuth. In Bindlach wuchs er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Christian auf. Bereits in seiner Schulzeit übernahm er dort ehrenamtliche Aufgaben in seiner katholischen Heimatpfarrei St. Johannes Nepomuk in Bayreuth-Laineck. Er war dort lange Jahre Ministrant und sehr aktiv in der Jugendgruppe sowie verschiedenen kirchlichen Gremien tätig. Nach dem Abitur 2007 in Bayreuth und dem Zivildienst startete er Ende 2008 ein theologisches Propädeutikum im Priesterseminar Bamberg. Dies ist ein Vorkurs zum Theologiestudium, um die alten Sprachen Griechisch, Hebräisch und Latein zu erlernen. Von 2009 bis 2014 folgte das Theologiestudium in Würzburg und Freiburg im Breisgau.

Seit 2014 absolvierte Stahl praktische Ausbildungsblöcke in den Priesterseminaren Bamberg und Speyer. Unterstützend arbeitete er in den Pfarreien St. Jakobus Burgwindheim, Mariä Himmelfahrt Ebrach und St. Ägidius Mönchherrnsdorf. In seiner knappen Freizeit trifft sich Andreas mit seinen Freunden, geht gern Essen und zum Schwimmen. Auch seine ehemalige Studenten-Stadt Freiburg besucht er immer wieder.

Zeremonie in Bamberg

Am Samstag, 19. September, sind Familie und Bekannte nach Bamberg eingeladen. Dort erhält Andreas Stahl mit zwei weiteren Absolventen des Erzbischöflichen Priesterseminares im Kaiserdom die Diakonweihe von Erzbischof Dr. Ludwig Schick. Der Festgottesdienst beginnt um 9 Uhr. Die Priesterweihe findet voraussichtlich im Sommer 2016 statt.
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