Baumart schafft Naturverjüngung auch ohne viel Licht
Waldbesitzer staunen über Neues zur Kiefer

Dass sich Kiefern auf Kahlschlägen und bei Bodenverwundungen gut und üppig selbst ansamen, ist nicht nur Fachleuten hinreichend bekannt. Förster Michael Bartl konnte den erstaunten Waldbesitzern bei zwei Führungen bei Umelsdorf jedoch zeigen, dass sie sich durchaus auch auf bemoostem Untergrund und im Halbschatten verjüngen können. Bild: hfz
Lokales
Kastl
31.10.2014
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Neues von der Kiefer gab es bei zwei Veranstaltungen des Forstreviers Kastl 2 zu hören - natürlich mit Anschauungsunterricht bei gut besuchten Führungen vor Ort. Es ging konkret um die Naturverjüngung dieser Bäume bei Umelsdorf.

Dass sich Kiefern auf Kahlschlägen und bei Bodenverwundungen gut und üppig selbst ansamen, ist nicht nur Fachleuten hinreichend bekannt. Förster Michael Bartl konnte den erstaunten Waldbesitzern jedoch zeigen, dass sie sich durchaus auch auf bemoostem Untergrund und im Halbschatten verjüngen können. Dazu brauchen die Bäume Licht, aber nicht so viel wie meist vermutet. Und sie kommen in Moos und Beerkraut zwar nicht so dicht wie bei offenem Boden, aber doch ausreichend, um sie als Mischbaumart erhalten zu können, informierte der Förster. Kiefernreinbestände seien auch nicht mehr das Ziel, sondern vielfältige Mischbestände.

Mit einem eindrucksvollen Vergleich zu einem angrenzenden Kahlschlag zeigte Bartl, dass sie auf nährstoffreicheren Böden am Waldsaum und im Halbschatten oft besser wachsen, als auf Kahlflächen. Ein Nachlichten nach fünf bis zehn Jahren ist laut Förster zu ihrem Erhalt jedoch nötig, sonst "verhungerten" die Kiefern aus Lichtmangel. Dieser Zustand äußerte sich in dem Beispielbestand für jeden klar ersichtlich an der schütteren Benadelung und den kurzen Trieben der Bäume.
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