Bei der Kastler Roum-Kirwa war auch in diesem Jahr wieder viel Interessantes aus der Gemeinde ...
Im Friedhof den Rausch ausgeschlafen

Fesch waren die Moidln und Burschen in Dirndl und Lederhose, die dem Publikum beim Baumaustanzen zeigten, was man in schweißtreibenden Übungsabenden für Volkstänze gelernt hat. Bilder: jp (2)
Lokales
Kastl
21.10.2014
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Die Roum-Kirwa ist eine relativ junge Kirchweih in unserem Landkreis. Erst 2003 wurde sie - nach alter Tradition - wiederbelebt, seither ist sie aus dem jährlichen Festkalender der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Auch in diesem Jahr ließen zahlreiche Besucher die Kirwa wieder zu einem feucht-fröhlichen Ereignis werden.

Der Kran half mit

Bereits am Samstag errichteten die Kirwaleit mit Hilfe eines Krans den rund 30 Meter hohen und festlich geschmückten Kirwabaum. Am Sonntag kamen die zwölf Kirwapaare chauffiert im Pferdefuhrwerk von Stefan Hofmann aus Ehringsfeld und unter den Klängen der "Roum Boum" zum Festgelände, wo bereits eine große Schar an Besuchern auf deren Auftritt wartete. Während des Kirwatanzes derbleckten die Paare noch verschiedene Honoratioren und lokale Ereignisse. So wurde unter anderem berichtet, dass es Leute gibt, die ihren Rausch im Vorraum der Sparkasse ausschlafen, die sich aber vorher ausziehen, so dass man sie nackt findet. Oder dass sich ein anderer "Rauschiger" in den Friedhof verirrt hat, aber sich vor dem Niederlegen ordentlich die Schuhe ausgezogen hat. Auch war zu hören, dass ein örtlicher Wirt beim Asbach ganz schön hinlangt und dass der Asbach beim Netto ausverkauft ist.

Schuhe an Baum genagelt

Dann gab es die Geschichte vom Bauern aus einem Ort bei Kastl, der eine sakrische Strafe erhalten hat, weil er die Wasserversorgung lahm gelegt hat, ehe er das Wasser für seinen Feuerlöschteich aus der Lauterach holte. Einer der Burschen, für den es diesmal die letzte Kirwa war, nagelte vor lauter Freude darüber seine Schuhe an den Kirwabaum - sehr zum Spaß des Publikums. Nach rund einer Dreiviertelstunde verstummte die Musik: Kerstin Boes und Maximilian Geitner hielten da den Blumenstrauß in ihren Händen, was sie zum Oberkirwapaar machte. Bereits vorher hatte die Kindertanzgruppe des Heimat- und Trachtenvereins "Sechs Lilien" unter Leitung von Michaela Ehbauer auf dem Podium vorm Festzelt Tanz- und Plattler-Einlagen gezeigt.

Am Montag hieß es wieder: "Der Bär ist los." Der mischte sich mitten unter das Kirwavolk und sorgte für ordentliche Aufregung. Auch das Kastler Altenheim wurde besucht, da man etwas Abwechslung in den Heimalltag der Bewohner bringen wollte. Das Finale war die Verlosung des Kirwabaums. Glücksfee Kerstin zog die Lose und das Glück des Tüchtigen hatten Angelika Skotner mit dem Keilholz und Georg Bauer mit dem Baum.
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