Bescheidenheit des Machbaren

Ist der Kastler Kindergarten an seine räumlichen Kapazitätsgrenzen gestoßen? Diese Frage war unter anderem ein Thema bei den zurückliegenden Bürgerversammlungen. Bild: jp
Lokales
Kastl
03.03.2015
0
0

Kastls Bürgermeister Stefan Braun (CSU) hat mit den per Gemeindeordnung vorgeschriebenen Bürgerversammlungen kein Problem. Das gilt umgekehrt für die knapp 2400 Einwohner ebenso.

Bei den Bürgerversammlung in Kastl sowie den Ortsteilen Utzenhofen, Pfaffenhofen und Wolfsfeld zeichnete sich eine klare Tendenz ab: Die Bürger sind mit der Arbeit von Bürgermeister Stefan Braun, des Gemeinderates und der Rathausverwaltung zufrieden. Selbst wenn für Kastler Verhältnisse kostenintensive Projekte auf die Gemeinde und deren Bürger zukommen, man nimmt es fast durchwegs gelassen.

Bessere Notversorgung

Offenbar herrscht das Bewusstsein vor, nicht in Luxusprojekte, sondern in die Gesundheit der Bevölkerung (siehe Trinkwasserversorgung) und Infrastruktur des Markte zu investieren. Besonders stolz - das war seinen Berichten zu entnehmen - ist Braun darauf, dass es gelang, ab 1. Oktober tagsüber die Rettungswache in Kastl an sieben Tagen die Woche mit zwei ausgebildeten Rettungskräften zu besetzen. Sie werden dann auch für die umliegenden Gemeinden selbst im Nachbarlandkreis Neumarkt zuständig sein. In Kastl interessierte einige Bürger, wie es mit der Klosterburg, die nach wie vor leersteht, weitergehen werde. Die Antwort fiel vielsagend aus: Es gebe einen Interessenten, er wolle aber ungenannt bleiben. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 299 im Ortsbereich hätte mancher Kastler die Chance für einen begleitenden Geh- und Radweg gesehen. Doch der Platz reiche dafür nicht aus, entgegnete Braun. Bestehende Vorgärten müssten dafür geopfert werden.

Wenn der Bauhof in absehbarer Zeit umgezogen sein wird, so die bisherigen Pläne, sollen auf dem bisherigen Gelände Parkplätze für die dortige Apotheke sowie Arztpraxis und Besucher des Seniorenheims entstehen. Der Kastler Kindergarten stoße an seine räumliche Grenzen, monierte eine Beschäftigte. Etwa bei den Turnstunden für die inzwischen viergruppige Einrichtung.

Provisorium angeboten

Braun bot deshalb als kurzfristiges Provisorium ein Ausweichen auf den rund 100 Meter entfernten Steinstadel als Turnraum an. Für die räumliche Ausstattung, so der Bürgermeister, sei jedoch grundsätzlich die katholische Kirche als Träger des Kindergartens zuständig. Die Kommune stehe lediglich in der Pflicht der Kofinanzierung. Ebenso bei der personellen Ausstattung. Doch hier, so Braun, stehe die Einrichtung im Vergleich zu anderen Gemeinden sehr gut da. Grundsätzlich merkte der Bürgermeister noch an, seien die räumlichen Verhältnisse im Kindergarten nicht derart beengt, dass Eltern hätten abgewiesen werden müssen. Auch in Utzenhofen wurde das Thema Kindergarten angesprochen, mehr brennt den Bürgern dort jedoch der aus ihrer Sicht marode Zustand der Gemeindeverbindungsstraße. Umelsdorf-Wolfersdorf auf den Nägeln. Sie solle im Sommer saniert werden, kündigte Braun an.

Die Verfahren laufen

In Pfaffenhofen gings um die geplante Dorferneuerung, den Breitbandausbau, die Sanierung des Kriegerdenkmals, um den Zustand von Straßen und Wegen und den Bürgerversammlungs-Klassiker Winterdienst. Der Bürgermeister versprach, sich um die vorgebrachten Angelegenheiten zu kümmern, soweit die Kommune darauf Einfluss nehmen könne.

In Wolfsfeld-Dettnach beherrschte das Thema Breitbandausbau- die Diskussion, da die Gemeinde plant, beide Ortsteile mit Glasfaserkabeln zu erschließen. Die Ausschreibung der nötigen Arbeiten, so der Bürgermeister, stehe erst noch an. Erst wenn hier der Zuschlag erteilt sei, könne letztendlich sicher gesagt werden, welcher Anbieter welche Kapazitäten zu welchen Preisen zur Verfügung stellen werde.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.