Den Schlussakkord gespielt

Lokales
Kastl
28.10.2014
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Bis zu 400 Musiker haben hier in den vergangenen drei Jahrzehnten ein Instrument spielen gelernt. Das wird künftig nicht mehr möglich sein - das Kastler Jugendblasorchester löst sich zum Jahresende auf. Dem Ensemble fehlt der Nachwuchs.

Für die Beteiligten war es ein schmerzlicher Schritt, der jetzt in einer außerordentlichen Versammlung vollzogen wurde. Die Vorsitzende des Kastler Jugendblasorchesters, Angela Ruppert, legte dabei die Fakten auf den Tisch. Es ging um die Frage, ob der Verein fortbestehen kann oder aufgelöst werden muss.

Man lebe schon seit geraumer Zeit von der Substanz, berichtete Ruppert - und diese werde dadurch immer mehr geschmälert. Derzeit habe das Jugendblasorchester 14 Musikschüler, sechs Musiker im Orchester und rund 100 passive Mitglieder.

Mit dieser geringen Anzahl von Schülern und Musikern lässt sich nach den Worten der Vorsitzenden auf Dauer kein Orchester halten. Außerdem habe die bisherige Dirigentin aus persönlichen Gründen ihr Engagement zum 31. Dezember gekündigt, ließ Ruppert wissen.

Die vorgesehene Zusammenarbeit mit dem Orchester in Lauterhofen habe nicht realisiert werden können, teilte Ruppert mit - so dass auch von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten sei. Außerdem seien einige begabte Musiker bereits nach Ursensollen abgewandert. Diese würden dem Kastler Orchester schwer fehlen.

Danach lag es an den Mitgliedern, über die Zukunft ihres Orchesters zu entscheiden. In einer Wahl entschieden sie, dass es zum Jahresende aufgelöst wird. Offensichtlich fiel dies den Beteiligten nicht leicht: Nach diesem Votum war die Stimmung gedrückt. Die Anwesenden beschlossen dann noch eine Instrumenten-Miete für Schüler die derzeit ein Musikinstrument erlernen. Bürgermeister Stefan Braun dankte den Anwesenden für ihren Mut.
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