Die Feuerwehr als Bautrupp

Thomas Sieß und Kommandant Tobias Lang (von rechts) informierten die Bevölkerung und die Mitglieder der Feuerwehr Kastl über den geplanten Neubau von Gerätehaus, Bauhof und Rettungswache im Forsthof. Bild: jp
Lokales
Kastl
28.01.2015
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Bei diesem Vorhaben ist das Engagement der Feuerwehr Kastl gefragt: Ohne ihren Einsatz beim Bau des neuen Gerätehauses wäre der Markt überfordert - mit rund 1,4 Millionen Euro Gesamtkosten.

Marktgemeinde und Feuerwehr wollen bekanntlich noch in diesem Jahr mit dem Projekt beginnen: Es vereint Feuerwehrgerätehaus, gemeindlichen Bauhof und einen integrierten Sozialtrakt mit Rettungswache.

Einblick in die Planung

Bei einem Informationsabend im Forsthof informierte jetzt Thomas Sieß von der der FFW Kastl über die Planung, die das Büro Ziegler aus Amberg angefertigt hat. Er gab auch Einblick in die weiteren Verfahrensschritte. Das Projekt soll in Bauabschnitten über die Bühne gehen und in rund zwei Jahren fertig sein. Entstehen soll der Neubau auf dem Gelände des inzwischen abgebrochenen Baywa-Gebäudes, an der Bundesstraße 299.

Das Gebäude - Feuerwehrhaus und Bauhof - mit einer Gesamtlänge von 62 Metern und einer nutzbaren Tiefe von 13 Metern würde nach einer kompletten Vergabe der Arbeiten rund 1,4 Millionen Euro kosten. Marktgemeinde und Feuerwehr wollen die Kosten auf bis zu 700 000 Euro reduzieren - durch Eigenleistung. Wie Sieß berichtete, ist bereits ein Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz gestellt. Die detaillierte Planung des Vorhabens soll bis Ende März abgeschlossen sein. Der Baubeginn ist laut Sieß dann abhängig von der Witterung.

Platz für Rettungswagen

Zur Planung selbst berichtete Sieß, das für das Feuerwehrhaus drei Großstellplätze für Fahrzeuge vorgesehen sind. Ein weiterer sei für einen Rettungswagen gedacht, der an den Rettungszweckverband Amberg-Sulzbach-Schwandorf vermietet wird.

Die Toreinfahrten haben jeweils eine Höhe von 4,50 Metern. Im Erdgeschoss vorgesehen sind außerdem ein Sozialtrakt mit getrennter Umkleide, ein Aufenthalts- und Sozialraum sowie eine erweiterte Lagermöglichkeit. Untergebracht werden ebenerdig im Komplex des Bauhofes auch eine Waschhalle für ihn und die Feuerwehr sowie eine Unterstellhalle und ein Salzlager.

Zum Obergeschoss führt ein zentraler Treppenaufgang zu einem Schulungsraum und zu Toiletten. Auf dieser Etage ist außerdem ein Büro für den Kommandanten eingeplant. Für das Rettungspersonal stehen Sozial- und Schlafräume zur Verfügung.

Die Außenwände bestehen aus einer Beton-Doppelwand mit Fertigteilen, der obere Bereich aus einer Stahlkonstruktion mit Wärmedämmung. Für den Sozialbau ist Massivbauweise vorgesehen. Auch einen Fernwärme-Übergangspunkt wird es geben. Die Heizung selbst soll über ein externes Hackschnitzelkraftwerk erfolgen. Weitere Anlieger können noch angeschlossen werden. Für diese Heizung wird noch ein Investor gesucht, wie Sieß mitteilte.

Bauherr ist der Markt

Bauherr des gesamten Projektes ist der Markt Kastl. Als verantwortlicher Sicherheitsbeauftragter fungiert Stefan Graf, die örtliche Bauleitung haben die Baumeister Alwin Raab und Willibald Hertwich. Dem Bauausschuss gehören Alwin Raab, Willibald Hertwich, Stefan Braun und Andreas Otterbein an.
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