Diener des Evangeliums

Ein Fotobuch mit Bildern und Zeitungsberichten über die 40 Wallfahrten, die Josef Weidner geleitet hat, hatten Silvia Schinner und die künftige Pilgerführerin Frida Zeitler (von links) mitgebracht. Für Weidners Ehefrau Betty gab es einen Blumenstrauß. Bilder: hwk (2)
Lokales
Kastl
10.06.2015
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40 Jahre lang Wallfahrtsführer einer Pfarrei zu sein ist ein seltenes Jubiläum. So lange hat Josef Weidner aus Weha diese Aufgabe übernommen. Dafür nahm er am Wochenende mehrere Ehrungen entgegen.

Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte am Samstagabend den Wallfahrergottesdienst in Gößweinstein. Ihm zur Seite standen am Altar der heiligen Dreifaltigkeit Kastls Pfarrer Armin Maierhofer und Pater Rudi Götz. Zahlreiche Pilger und Gläubige waren in der Basilika dabei, als zum Ende der Eucharistiefeier Pater Flavian Michali, der Pfarrer von Gößweinstein, Josef Weidner nach vorne kommen ließ.

Er würdigte die Verdienste des Wehaers mit einer Ehrenurkunde. "Sie haben mit großem Einsatz dem Evangelium gedient und die Liebe Jesu Christi bei den Menschen bezeugt", erklärte Pappenberger in seiner sehr persönlichen Ansprache. Dazu überreichte die Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille. Diese wird in der Diözese Regensburg nur an Personen verliehen, die viele Jahre für die katholische Kirche Herausragendes geleistet haben. Mit langanhaltendem Applaus würdigten die Gottesdienstbesucher die Ehrungen.

Empfang mit 100 Gästen

Zurück in Kastl, empfing am Sonntag ein großes "Herzlich willkommen"-Transparent die Wallfahrer. Weit über 100 Personen folgten der Einladung des Pfarrgemeinderates, der beim Empfang im Pfarrsaal Bratwürste, Kaffee und Kuchen sowie kühle Getränken anbot. Im Namen der Pilger blickte Weidners Nachfolgerin Frida Zeitler in einem Gedicht auf die Verdienste des langjährigen Wallfahrtführers zurück. Als Dankeschön und Erinnerung überreichte sie mit Silvia Schinner ein Fotobuch mit Bildern und Zeitungsartikeln aus den vergangenen Jahrzehnten. Weihbischof Reinhard Pappenberger und Bürgermeister Josef Etterer hatten dazu Worte des Dankes und der Anerkennung geschrieben. Zudem gab es einen Wanderstock mit einer kleinen Stärkung. Für Weidners Frau Betti hatten die zwei Rednerinnen einen Blumenstrauß mitgebracht. Zugleich dankten Zeitler und Schinner allen, die sich in irgendeiner Art und Weise für die Wallfahrt eingebracht haben.

Rückblick in Reimform

Bürgermeister Josef Etterer hob die Verdienste Weidners heraus. Er würdigte das Engagement des Pilgerführers symbolisch mit einem Handtuch mit dem Gemeindewappen und einer Uhr. Ebenfalls in Reimform blickte Pfarrgemeinderatssprecher Thomas Deubzer auf die vergangenen 40 Jahre mit zahlreichen Anekdoten zurück. Für die CSU-Gemeinderatsfraktion gratulierte Sprecher Hans Walter mit einem Bild von der Ehrung am Samstagabend.

Josef und Betty waren sichtlich gerührt von den Ehrungen und dem großartigen Empfang. Er freute sich sehr über das tolle Wochenende, das mit dem Weggang am Freitagabend begonnen habe und bei dem sich viele "nicht hinterm Vorhang versteckt haben, um neugierig zu schauen, wer denn alles dabei sei". Viele aus der Pfarrei hätten auch den Wallfahrergottesdienst besucht. "Damit wurde einmal mehr deutlich, wie sehr die Wallfahrt bei den Kastlern verwurzelt ist, auch nach fast 150 Jahren."

Abschließend hatte Weidner noch einen großen Wunsch. "Geht auch in den nächsten Jahren wieder bei der Wallfahrt mit und nicht nur, weil der Weidner sein Jubiläum hatte." Zugleich bat er darum, seine Nachfolgerin Frida Zeitler so wie ihn zu unterstützen.
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