Ein Thema für alle

Kastls Ortsheimatpfleger Hermann Römer (Mitte) führte seine Kollegen durch die Klosterkirche. Bild: pop
Lokales
Kastl
27.12.2014
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Die jährlichen Heimatpfleger-Treffen dienen nicht nur dem Austausch von Informationen - auch die Praxis gehört zum Programm. Diesmal führte Ortsheimatpfleger Hermann Römer durch die Klosterkirche in Kastl und erläuterte, was dort zu Sicherung der Kinder-Mumie Anna getan worden ist.

Zum zwölften Mal trafen sich die Kreis- und Ortsheimatpfleger aus dem Amberg-Sulzbacher Land zu ihrer jährlichen Fachsitzung, diesmal in Kastl. 25 Vertreter aus den verschiedenen Gemeinden folgten der Einladung von Kreisheimatpfleger Dieter Dörner, zugleich ihr Sprecher. Kastls Bürgermeister Stefan Braun nutzte die Gelegenheit, um ihnen allen für ihre Arbeit zu danken. Erster Tagesordnungspunkt war der Tag des offenen Denkmals 2014 mit dem schwierigen Motto "Farbe". Die Resonanz sei sehr unterschiedlich gewesen, resümierte Dörner. 2015 geht es um "Handwerk, Technik, Industrie". Hier könne jede Gemeinde einen Beitrag beisteuern.

Vorgestellt wurde der 24. Band der heimatkundlichen Schrift "Der Eisengau". Angeregt wurde für 2016 ein Sonderband mit Erklärung aller Straßennamen in den Städten, Märkten und Gemeinden des Kreises. Eine Traditionsveranstaltung, die längst Kultcharakter hat, ist Kirche & Wirtshaus mit Pfiff. Die Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg hat nun die Organisation an die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) und das Evangelische Bildungswerk (EBW) abgetreten. 2015 läuft die Reihe voraussichtlich in Rieden, Götzenricht, Amberg und Steinamwasser.

Aus den Reihen der Ortsheimatpfleger kam erneut die Anregung, das Thema "Hausnamen" aufzugreifen. Angedacht sind Schilder mit den Hausnamen und ihrer Erklärung. Die Meinungen hierzu waren sehr differenziert. Die Diskussion ging vor allem um die Akzeptanz bei den Betroffenen, die Gestaltung der Schilder und deren Finanzierung. Angeregt wurde, das Projekt in die Leader-Periode 2014-2020 einzubringen, was jedoch einen finanziellen Mindestumfang und einen Träger voraussetzt. Da, auch wegen bereits realisierter Beschilderung, kein alle Gemeinden betreffendes Vorgehen möglich ist, kommen nach übereinstimmender Meinung als Träger nur die Kommunen in Frage.

Weitere Themen waren der teilweise bereits erfolgte Umzug der Abteilung "Farberde" aus dem Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg nach Neukirchen, die (Neu-)Gestaltung einer Kaue mit Schacht und Haspel und eines Museumsraumes. Es folgten Vorträge, etwa von Ernst Thomann, Kreisheimatpfleger für Archäologie im Landkreis Schwandorf (Hallstattgrab im Schwarzachtal), und Isabell Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald (Projekt Bildungsregion).
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