Eine App für Kastl

Lokales
Kastl
08.09.2015
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Das Halten von Hunden wird ab 2016 etwas teuerer in Kastl. Dies entschied der Marktgemeinderat in seiner Sitzung. Die Erhöhung hat durchaus einen Grund.

Damit will man der enorm gestiegenen Hundekotverschmutzung in der Gemeinde begegnen sowie die Aufstellung von sogenannten Hundeklos finanzieren, hieß es dazu in der Sitzung. Bereits in den vergangen Jahren sei eine deutliche Verschmutzung durch Hundekot feststellbar. Diese sei nachweislich durch eine erhöhte Hundehaltung im Markt angestiegen.

Ab 2016 gilt deshalb eine neue Hundesteuer. Pro Hund sind 45 Euro zu zahlen, für den zweiten 60 Euro und für jeden weiteren 100 Euro. Kampfhunde der Kategorie I kosten künftig 720 Euro im Jahr, jene der Kategorie II 500 Euro. Wer einen Hund aus dem Tierheim in Amberg geholt und darüber einen Nachweis hat, zahlt laut Beschluss der Gemeinderäte für ein Jahr keine Hundesteuer.

Bauanträge genehmigt

Der Anregung, nicht nur den Internetauftritt der Kommune zu modernisieren, sondern zugleich eine App einzurichten, stimmte der Marktgemeinderat zu. Das Gremium befasste sich mit einer Reihe von Bauanträgen und -voranfragen. Positiv beschieden wurde das Ansinnen von Familie Gehr aus Pfaffenhofen (Abbruch des alten Nebengebäudes mit Futtersilos und Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle). Genehmigt wurde der Antrag der Familie Baumer. Sie darf auf dem Anwesen in der Hammerbauernleite einen Carport errichten. Zur Auflage gemacht wurde, dass statt eines Flachdachs ein Satteldach realisiert wird.

Die Familie Heigl als Besitzer des ehemaligen Gasthaus Löwe am Marktplatz bekam die Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz, neue Fenster (allerdings aus Holz) einzubauen. Das Vorhaben Herrmann (Pfaffenhofen) wurde ebenso genehmigt wie der Plan von Familie Janker in Pattershofen, am Wohnhaus einen Stahlbalkon anzubringen.

Für die Städtebauförderung 2016 wurden Bedarfsmittel von rund 400 000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Planung umfasse die kommunale Förderung privater Bauvorhaben, die dazugehörende Beratung, die Sanierung des Weges und der Brücke von der B 299 übers Pfistermühlbachl bis zur Hohenburger Straße. Außerdem soll das Pflaster in der Hohenburger Straße seniorenfreundlich und rollstuhlgerecht umgebaut werden.

Für den neuen Spielplatz auf der Ruderwiese neben dem Kneippbecken wurden für rund 10 000 Euro Spielgeräte angeschafft. Geben wird es dort unter anderem einen Spiele- und Kletterturm sowie eine Netzschaukel. Am Montag, 21. September, hält das Rote Kreuz im Rathaus einen Infoabend ab. Die Hilfsorganisation übernimmt zum 1. Oktober die Rettungswache in Kastl und will über die Neuerungen im Rettungsdienst informieren.

Fragebögen verschickt

Zur Aktivkohlefilteranlage im Hainthal hat die Gemeinde Fragebögen an die Bezieher des Wassers geschickt. Erwartet werde ein baldiger Rücklauf der Fragebögen. Der Baubeginn des Kastler Feuerwehrzentrums habe sich wegen technischer Schwierigkeiten verzögert. Ursprünglich war geplant, dass die Feuerwehr die Betonbodenplatte von 1200 Quadratmetern in Eigenregie erstellt. Da dies nicht möglich sei, müsse eine Firma beauftragt werden. Die Angebotsfrist laufe noch.
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