Eine Chance für die Kirche

Lokales
Kastl
03.12.2014
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"Eines der größten Ereignisse der letzten 100 Jahre" nannte Referent Karl Graml aus Lenting das 2. Vatikanische Konzil (1962 bis 1964): Er sprach darüber bei einem Frühstück des Frauenbunds im Jugendheim. Nach dem Morgenlob stärkten sich die Besucher am Büfett, das die Vorstandsriege vorbereitet hatte, um dann Graml zuzuhören.

Große Zustimmung

Ins Leben gerufen hatte das Konzil Angelo Guiseppe Roncalli, Papst Johannes XXIII. Er wagte laut Graml den Übergang in eine neue Zeit für die katholische Kirche. Es sollte ein pastorales Konzil sein und keine Lehrverurteilung. Viele Katholiken hätten eine große Chance für die Erneuerung der katholischen Kirche gesehen, eine neue Kirche, wie sie der Heiligen Schrift entspreche. Noch nie sei die Zustimmung zur Kirche so groß gewesen, wie in dieser Zeit.

Dialog statt Weisung

Vor allem Religionsfreiheit und das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen sei dem Papst wichtig gewesen. Ebenso, dass die Kirche den Machtinsignien entsagt und einen Pakt mit den Armen schließt, dazu den Dialog mit allen zu pflegen, anstatt Weisungen zu erteilen und Dekrete zu erlassen.

Allerdings sei ein großer Teil der Beschlüsse des Konzils bis heute nicht verwirklicht worden, bedauerte der Referent. Der eigentliche Nachfolger von Johannes XXIII sei unser heutiger Papst Franziskus.
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