Für Wasser Geld flüssig machen

Lokales
Kastl
14.03.2015
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Für das kostbare Nass muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen. Um die Wasserversorgung auf lange Sicht zu gewährleisten, fallen erhebliche Sanierungskosten für die bestehenden Tiefbrunnen an.

Die wasserrechtliche Erlaubnis und die damit verbundenen Auflagen standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Derzeit liegt zwar eine bis 31. Dezember 2015 befristete beschränkte Erlaubnis zur Entnahme aus den beiden Tiefbrunnen vor, damit verbunden ist jedoch die Auflage des Wasserwirtschaftsamtes, den Tiefbrunnen II noch im Jahr 2015 zu sanieren. Unmittelbar danach ist über den Fortgang des Brunnen I zu entscheiden. Manfred Piewak vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen vor. Nach seinen Kostenschätzungen werden für die Gemeinde Ausgaben von 236 000 Euro netto entstehen. Dazu kommt jedoch noch der Aufwand für den Teilrückbau des bestehenden Brunnenhauses mit rund 24 000 Euro. Diese Arbeiten könnten teilweise in Eigenregie erledigt werden.

Für die horizontale Lagerung des Bohrgestänges müsse ein Teil des Gebäudes entfernt werden. Zusätzlich seien weitere Kosten für die Ertüchtigung einer für Schwerlastverkehr geeigneten Baustellenzufahrt zu berücksichtigen, erklärte der Ingenieur. Dem Vorschlag einiger Räte, nur den oberen Schachtbereich zu sanieren, gewann er wenig ab, da die eingebauten Rilsanfilterrohre an den Schnittstellen eine erhebliche Rostgefahr bergen. Damit verbunden sei mittel- bis langfristige eine Gefährdung der Wasserqualität

Eine Kostenersparnis von 10 000 Euro lasse sich durch die, dem tatsächlichen Verbrauch auch angemessene, Verringerung des Ausbaudurchmessers erreichen. Nach der Einrichtung der Baustelle rechnet Piewak mit einer Bohrzeit von acht bis zehn Wochen. Durch die Sanierung und die damit verbundene Entnahme des Wassers aus tieferen Schichten reduziere sich der angestiegene Nitratgehalt wieder auf optimale Werte.

Versorgungskonzept

Der Beschluss des Gemeinderates umfasste schließlich die Sanierung des Tiefbrunnens II nach den Empfehlungen des Ingenieurbüros Piewak & Partner GmbH Bayreuth samt den Einzelmaßnahmen zum Überbohren, Abdichten und Neuausbau. Das Gremium beauftragte das Büro zudem mit der Projektplanung und -steuerung. Das Antragsverfahren für eine wasserrechtliche Genehmigung einschließlich der Erstellung eines Versorgungskonzeptes soll vom Ingenieurbüro Schultes in Grafenwöhr begleitet werden.

Die Wasserversorgung erfolgt während der Sanierung aus dem Tiefbrunnen I, über dessen Umgestaltung später entschieden werden kann. Die Schüttung aus Brunnen II kann sich auf Dauer als ausreichend erweisen.
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