Gefahr für das Schützenhaus

Der Landschaftspflegeverband schnitt die Felsen hinter dem Schützenhaus mit einem Spezial-Harvester frei und transportierte die Bäume mit Hilfe einer Seilwinde nach oben ab. Bild: jp
Lokales
Kastl
10.11.2014
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Es hätte ein echter "Volltreffer" für die Kastler Schützen werden können - allerdings einer, der so nicht erwünscht ist: Ein tonnenschwerer Felsbrocken drohte, auf das Vereinsheim zu stürzen.

Eigentlich ging es um eine seit langem geplante Maßnahme des Landschaftspflegeverbands Amberg- Sulzbach im so genannten Oberthalan, am Felsen beim Schützenhaus. Doch die führte, wie Bürgermeister Stefan Braun jetzt dem Marktrat berichtete, zu ungeahnten Schwierigkeiten. "Das Problem mit den Felsen lässt uns einfach nicht los", kommentierte Braun: Nach der spektakulären Felssprengung zwischen Kastl und Pfaffenhofen (AZ berichtete) folgte jetzt schon wieder eine schwierige Felsenbergung.

Wie Braun mitteilte, hatte der Landschaftspflegeverband vor kurzem den Felsen hinter dem Kastler Schützenhaus freilegen wollen. Einige durchgewachsene starke Kiefern und Buchen, die aus Samen im Lauf der Jahrzehnte angeflogen waren, drohten bei Unwettern - von denen es ja einige in letzten Zeit gegeben hat - aufs Dach des Schützenhauses im Oberthal zu fallen. Deshalb sollten die Bäume mit Hilfe von Fachleuten und einem geländegängigen Harvester gefällt und über den Felshang hinauf zum Abtransport gezogen werden.

Dabei kam dann ein mannshoher, rund fünf Tonnen schwerer Felsbrocken zum Vorschein: Er war nicht mehr stabil mit den Felsen verbunden, sondern labil zwischen den zu entfernenden Bäumen verkeilt - und drohte abzurutschen. Wäre dieses Trumm ins Rollen gekommen, hätte es beim Schützenverein wohl voll ins Schwarze getroffen, so beschrieb Braun die Gefahr. Der Felsen hätte in deren Vereinsheim wohl glatt die Wand und das Dach durchschlagen- und wäre dann vermutlich im Schießstand steckengeblieben oder auf der anderen Seite wieder herausgekommen.

So blieb den Männern des Kastler Bauhofs nichts anderes übrig, als den Felsen mit Seilen des Harvesters zu sichern, ihn dann in Sklavenarbeit Stück für Stück mit dem Kompressor zu zerkleinern und so portionsweise über die steile Felswand nach oben abzutransportieren.

Zur Erleichterung der Verantwortlichen ist dies ohne größere Probleme gelungen und das Freischneiden konnte nach langer Anlaufzeit beendet werden.
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