Gemeinde momentan steinreich

Wahre Schwergewichte sind die Felsbrocken, die gestern noch aus dem Hang geholt wurden - sie haben durchaus die Ausmaße des größten Stücks, das nach der Sprengung ins Tal gerollt war: zwölf Tonnen schwer. Bild: hfz
Lokales
Kastl
26.09.2014
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Kastl könne von sich behaupten, steinreich zu sein, witzelte Bürgermeister Stefan Braun nach der erfolgreichen Sprengung. Doch dieser Reichtum wird vorübergehen. Schon in der nächsten Woche werden die Gesteinsbrocken beseitigt sein.

Die Gemeinde ist am Tag eins nach der Sprengung des Felsens (wir berichteten) schon einen Schritt weiter. Am Donnerstagmorgen wurden nach Angaben des Kastler Geschäftsleiters Gerhard Bücherl jene Stücke des gesprengten Gesteins, die im Berghang verteilt liegen geblieben waren, per Seilzug in die Tiefe befördert. Der gesprengte Felsen war auf seinem Weg nach unten auf einem anderen aufgekommen und dadurch in mehrere Teile zersplittert. Auch der Stein, auf dem der Brocken aufgekommen war, ging bei der Aktion zu Bruch.

Die Kommune hat gestern außerdem begonnen, den eigens für die Sprengung aufgehäuften Wall aus Schotter, der zum Schutz für den Weg diente, wegzufahren. Wie Bücherl erklärte, werde dieses Material für den Wegebau verwendet - konkret für eine Strecke zwischen Flügelsbuch und dem Lauterachtal. Der Weg, der am weggesprengten Felsen vorbeiführt, ist momentan noch gesperrt. Anfang bis Mitte nächster Woche sollen die Aufräumarbeiten erledigt sein, dann könne auch die Straße wieder freigegeben werden. "Das geschieht erst, wenn keine Gefahr mehr besteht."

Das Spektakel am Mittwochnachmittag verfolgten gut 200 Bürger und auch zahlreiche Medien. Die Zuschauer standen nicht nur in einem ausgewiesenen Areal an der B 299 und damit genau gegenüber der Sprengung, sondern auch auf der Brücke am Freibad. "Da waren es bestimmt auch zwischen 20 und 40 Leute", schätzte Bücherl.
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