Historischer Steinstadel für Veranstaltungen
Die Kunst hat jetzt ihren Platz

Im Untergeschoss des Steinstadels zeigen die Künstler Michaela Peter und Gerd Krämer ihre Werke während der Kastler Kunsttage. Verkehrsvereinsvorsitzender Andreas Otterbein (Mitte) stellte sie und die beiden weiteren Beteiligten, Alena Tomasek und Marion Mack, den Eröffnungsgästen vor. Bild: jp
Lokales
Kastl
30.09.2014
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Mit dem sanierten historischen Steinstadel hat der Markt Kastl jetzt das richtige Ambiente für künstlerische Veranstaltungen. Andreas Otterbein, Vorsitzender des Verkehrsvereins, denkt bei diesem Thema schon in Oberpfalz-weiten Dimensionen.

Kunst in historischen Räumen, das gefiel auch 2. Bürgermeisterin Monika Breunig, wie sie zur Eröffnung der Kastler Kunst-Tage im sanierten Steinstadel des Marktes unterstrich. Ins Leben gerufen hat diese Veranstaltung Andreas Otterbein, Vorsitzender des Vereins für Tourismus und Gewerbe, mit einem Arbeitskreis der örtlichen Künstler und Verkehrsvereins-Mitglieder. Er möchte damit etwas ganz Besonderes bieten und Kastl zu einem Kulturzentrum in der Oberpfalz machen.

Otterbein freute sich, dass zur Vernissage am Samstagabend zahlreichen Vertreter von Kunst und Politik kamen. Sogar der Bürgermeister der ungarischen Partnergemeinde Ersekscanad, Robert Felso, war extra zu diesem Anlass angereist. Gitarrist Oliver Baum erweiterte das Spektrum der bildenden Kunst an diesem Abend noch um die Musik. Mit dem sanierten Steinstadel hat Kastl nach Otterbeins Worten jetzt geeignete Räume für Ausstellungen, Kunsttage und andere künstlerische Events. Er will mit seinem Arbeitskreis die Kunsttage zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Marktgemeinde machen. Schon jetzt seien alle Künstler, die Interesse haben, sich in Kastl zu präsentieren, aufgerufen, sich fürs nächste Jahr anzumelden.

Als Repräsentantin der Gemeinde stellte 2. Bürgermeisterin Monika Breunig fest: "Kunst verbindet die Menschen und es ist immer etwas phantastisches, wenn Menschen dabei ihre Erfahrungen austauschen und kommunizieren können."

Durch Interviews mit den diesmal beteiligten Künstlern gab dann Otterbein Einblicke in deren Arbeit:

Michaela Peter aus Amberg, die ihre Exponate im Erdgeschoss ausgestellt, ist Mitbegründerin des Amberger Kunstkombinats. In ihren Werken schafft sie Strukturen durch das Übereinanderlagern von Farben und Collagen-Elementen, die aber auch teilweise wieder entfernt werden.

Alena Tomasek aus Nürnberg arbeitet mit Öl, Radierung und Keramik. In ihren Arbeiten macht sie Gefühle und Gedanken sichtbar, die den Betrachter zum Nachdenken anregen sollen. Tomaseks Thema ist die Natur - nicht als Abbildung, sondern in den Spuren, die diese im Denken und Fühlen hinterlässt.

Marion Mack aus Amberg präsentiert im ersten Stock Glaskunst. Sie kam durch Zufall zu dieser Kunst, auch zur Gravur. Wie sie sagte, habe Glas einen ganz eigenen "Willen", dem sich der Künstler beugen, auf den er sich einlassen müsse. In Kastl zeigt sie Recycling-Flaschen, die sie zerschnitten, geschliffen und zu Türmen neu zusammengesetzt hat

Gerd Krämer aus Coburg kam als Biologe zur Stahl-Kunst. Die provokanten Werke, die Krämer aus diesem Material schafft, entstammen seinem beruflichen Umfeld - etwa "Der Wolf in uns" oder "Der geflügelte Schuh". Angeregt dazu wurde Krämer bei einem Workshop für künstlerisches Schweißen, Metallgestaltung und -bearbeitung.
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