Josef Etterer: Volkstrauertag setzt Zeichen der Hoffnung
Alternativen zum Krieg

Lokales
Kastl
22.11.2014
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"Mehrere Zahlen zwingen uns am heutigen Volkstrauertag besonders zum Nachdenken", sagte Bürgermeister Josef Etterer beim Totengedenken am Kriegerdenkmal: 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges und Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. 2014 sei aber auch der 25. Jahrestag der Umbrüche in Deutschland und Mitteleuropa, die den Kalten Krieg beendeten und den Einigungsprozess voran brachten.

Doch nicht nur in anderen Teilen der Welt, auch in unserer Nachbarschaft erlebten wir heute wieder Krieg, in der Ukraine, in Syrien, im Irak und im Nahen Osten. Es seien jedoch meist nicht mehr Staaten, die sich bekämpfen, sondern gesellschaftliche Kräfte, die von extremen Ideologien getrieben sind.

Menschlichkeit zeigen

Auch hier sterben viele Menschen oder fliehen aus Angst vor Tod und Gewalt. Es müsse ein selbstverständlicher Akt von Menschlichkeit sein und bleiben, diesen Menschen Grenzen zu öffnen und Schutzräume zu gewähren, betonte der Bürgermeister. Seit 15 Jahren sei die Bundeswehr immer wieder im Einsatz, um Menschen zu schützen, um dem Recht Geltung zu verschaffen und Räume für die Entwicklung zu Frieden und Stabilität zu eröffnen.

"Deshalb ist der Volkstrauertag nicht ausschließlich ein Tag der Trauer, er setzt genauso Zeichen der Hoffnung", dass sich immer mehr Menschen auf den Weg machten, um der Menschheit zu dienen, erklärte Etterer. Er zitierte dazu Martin Luther King: "Wenn wir annehmen, dass das Leben lebenswert ist und der Mensch ein Recht hat zu leben, dann müssen wir eine Alternative zum Krieg finden."

Der Zeremonie war ein Kirchenzug mit Vereinen, Gemeinderäten und Bürgern zur Pfarrkirche vorausgegangen. Den Gedenkgottesdienst zelebrierte Pfarrer Armin Maierhofer.
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