Jugend verstärkt ins Visier

Gausportleiter Thomas Hößl, Schriftführer Hermann Janke, Kassier Andreas Michl, Gauschützenmeister Horst Lippert, der Kastler Vorsitzende Wolfgang Raps und Bürgermeister Josef Etterer (von links) sorgen sich um die Zukunft des Schützensports. Bild: wew
Lokales
Kastl
18.11.2014
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Die aktiven Schützen werden immer älter und weniger. Auch der Schützengau Armesberg hat mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Dafür machte Horst Lippert in der Jahreshauptversammlung mehrere Faktoren ausfindig.

Als besorgniserregend bewertete Gauschützenmeister Horst Lippert von den Schützenfreunden Leutendorf bei den Aktiven die deutliche Konzentration auf die höheren Altersklassen. Dies mache eine verstärkte Jugendarbeit unerlässlich, forderte er in der Versammlung im Schützenhaus von "Einigkeit Hubertus" Kastl. Neben dem demografischen Wandel sah er auch in der Diskussion über den Wert des Schießsports und die Verlagerung der Interessen Jugendlicher auf andere Freizeitbeschäftigungen weitere Ursachen für diese Entwicklung. Gausportleiter Thomas Hößl berichtete von einem aktiven Sportjahr. Bei 274 Starts in allen Altersklassen seien durchweg gute Ergebnisse erzielt worden. Als Herausforderung stehe die Erneuerung der Schießsportlizenzen wegen veränderte gesetzlicher und verbandsinterner Vorgaben an. Neu sei die erforderliche Qualifizierung zum Schießsportleiter Gewehr und Pistole im Feuerwaffenbereich. Hier biete der Schützengau wie für den Schießwart Luftdruckwaffen Lehrgänge an.

Kurs für Böller

Der Schießsportleiter-Lehrgang sei vor allem für die Trainertätigkeit Voraussetzung. Hößl bat um Rückmeldung bis Ende November. Im Februar werde zudem ein Böller- und Schwarzpulverkurs angeboten. Im Internet seien die Termine und Schießorte der Gaumeisterschaften 2015 abrufbar. Stellvertretend für den verhinderten zweiten Gaujugendleiter Andreas Danowski erstattete der Kastler Vorsitzende Wolfgang Raps Bericht. Der Rundenwettkampf im Gau mit sechs Durchgängen und die Teilnahme an der Jugendrangliste des Oberpfälzer Schützenbundes brachten hervorragende Ergebnisse. Vor allem die Luftgewehrmannschaft habe wiederholt den ersten Platz belegt. Beim Uli-Grötsch-Pokal glänzten die Jungschützen mit ersten bis dritten Plätzen in allen Klassen.

Neben den sportlichen Terminen kam auch das gesellschaftliche Angebot für die Jugend nicht zu kurz. Für den Besuch in der Thermenwelt Weiden übernahm der Schützengau den Eintritt, was auch weiter der Fall sein werde. Ein besonderer Dank gelte allen Helfern beim Grillfest für die Gaujugend in Kastl, das mit der Siegerehrung des Rundenwettkampfes verbunden war.

Bürgermeister Josef Etterer, selbst Mitglied im Kastler Schützenverein, lobte die gute Arbeit im gesamten Schützengau. Um die guten Ergebnisse auch in Zukunft zu sichern, schreibe er der Jugendarbeit essenzielle Bedeutung zu. Er ermunterte, sich von den teilweise unsachlichen Diskussionen über den Schießsport nicht beirren zu lassen. Dieser Sport fördere Konzentration, Genauigkeit und Durchhaltevermögen - Eigenschaften, die er als Pädagoge bei vielen jungen Menschen zunehmend schwinden sehe.

Zum Abschluss kündigte Horst Lippert an, dass der Gauschützenball voraussichtlich am 5. oder 20. Juni 2015 in Pullenreuth stattfinden werde. Näheres werde demnächst auf der Internetseite zu ersehen sein. Da bei den Neuwahlen im nächsten Jahr das Amt des Gaujugendleiters neu zu besetzen sei, bat er um die Suche nach geeigneten Kandidaten für diesen Posten.
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