Kaputte B 299 wird erneuert

Die Busbuchten und der Fleckerlteppich der B 299 in Kastl gehören bald der Vergangenheit an: Die Bundesstraße wird hier ab 2016 in zwei Abschnitten erneuert. Bild: jp
Lokales
Kastl
08.12.2015
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Im Ortsbereich von Kastl ist die Bundesstraße 299 so kaputt gefahren, dass sie rundumerneuert werden muss. Ein Millionen-Projekt, das jetzt den Gemeinderat beschäftigte.

Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg und Ingenieur Christian Faderl vom Planungsbüro Renner und Hartmann, ebenfalls aus Amberg, informierten die Bürgervertreter über das Projekt. Geplant ist ein Vollausbau mit Erneuerung des Unterbaus. Auch die in der Straße verlegten Kanäle sind in solch schlechtem Zustand, dass sie ersetzt werden müssen.

Der Bürgersteig wird ebenfalls erneuert. Die Kosten dafür übernimmt die Gemeinde. Für den Straßenausbau steht rund eine Million Euro zur Verfügung. Das Vorhaben garantiert, dass in der nächsten Zeit keine weiteren Sanierungsmaßnahmen nötig werden.

In der Bauzeit gesperrt

Weil im Zuge der Arbeiten die unterschiedlichen Höhen angrenzender Grundstückseinfahrten berücksichtigt werden müssen, muss die B 299 während der Bauzeit komplett gesperrt werden. Der erste Bauabschnitt wird 2016 angepackt. Er reicht von der Ortseinfahrt Kastl aus Richtung Neumarkt bis zum Parkplatz des Forsthofs. Die zweite Etappe, geplant für 2017, reicht vom Forsthof bis zur Brücke der Lauterach in Richtung Amberg. In beiden Jahren sind Bauzeiten von zehn bis zwölf Wochen vorgesehen.

Technische Details erläuterte Ingenieur Christian Faderl. Der Gesamtaufbau der neuen Straße beträgt rund 75 Zentimeter, einen halben Meter misst die Frostschutzschicht, 14 Zentimeter Asphalttrageschicht, 8 Zentimeter Asphaltbinder- und Zentimeter -deckschicht. Hier soll eine Art Flüsterasphalt verwendet werden, der den Straßenlärm dämpft.

Die Fahrbahn ist innerorts 6,60 Meter breit, außerorts 7,70 Meter. Querungshilfen und Fußgängerampeln gibt es nur, wenn auf beiden Seiten Gehwege vorhanden sind.

Die gefahrene Geschwindigkeit wird quasi automatisch sinken, da die vier Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden. Die bisherigen Park- und Haltebuchten fallen damit weg. So wird der Verkehr durch die haltenden Busse gebremst. Der Einstieg ist so gestaltet, dass auch Personen mit Handicap nahezu ebenerdig in Niederflurbusse gelangen. Damit wird Kastl eine der ersten Gemeinden der Region, die barrierefreie Buszustiege haben.

Marktrat ist einverstanden

Leitplanken entlang der Ruderwiese soll es laut Straßenbauamt nicht geben. Die Ausbaudetails hier sind: 2016 Vollausbau 460 Meter, Gewegneubau 150 Meter, Umbau Bushaltestellen zwei Meter, Regenwasserkanal rund 225 Meter; 2017 Vollausbau 440 Meter, Gehwegneubau 270 Meter, Umbau Bushaltestellen zwei Meter. Der Marktrat stimmte den Ausbauplanungen wie vorgetragen zu (weiterer Bericht folgt). Unter den Zuhörern der Sitzung begrüßte Bürgermeister Stefan Braun diesmal auch einen besonderen Gast, Bürgermeister Robert Felso von der Partnergemeinde Ersekscanad/Ungarn, der sich den Weihnachtsmarkt ansehen wollte. Außerdem gratulierte Braun den Räten Christian Fromm (Tochter) und Jürgen Rubenbauer (Sohn) zur Geburt ihrer Kinder.
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