Karl in Kastl

Bürgermeister Stefan Braun (links) erläuterte Bundestagsabgeordneten Alois Karl, weshalb viele ältere Bürger derzeit nur mit Hindernissen vom Altenheim zum Marktplatz gelangen können. Mit Mitteln der Städtebauförderung kann die Hohenburger Straße so umgestaltet werden, dass die Straße auch für Senioren mit Rollstühlen oder Rollatoren leichter passierbar ist. Bild: hfz
Lokales
Kastl
25.07.2015
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Was macht Kastl eigentlich mit 1,6 Millionen Euro? Wofür wurde die Städtebauförderung bislang ausgegeben? Bürgermeister Stefan Braun erklärte es gern. Sein aufmerksamer Zuhörer: Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU).

Karl, derzeit auf Sommertour, machte Station in der Marktgemeinde. Als Schwerpunkt setzte er sich dabei laut Presseinfo die Bestandsaufnahme und den Ausblick über künftige Projekte aus der Städtebauförderung. "Kastl hat inzwischen mehr als 1,6 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln erhalten. Dabei kommen seit 2009 für den rund zwölf Hektar großen Marktkern die Teilprogramme Sanierung und Entwicklung sowie Soziale Stadt", berichtete der Wahlkreisabgeordnete bei seinem Treffen mit Bürgermeister Stefan Braun. "2015 erhält Kastl 280 000 Euro aus dem Teilprogramm Soziale Stadt für Umbauten im Marktkern. Damit seien seit dem Start dieses Teilprogramms rund eine Million Euro nach Kastl für die Aufwertung des Marktkerns geflossen", verdeutlichte Karl.

Hohe Förderquote

Die Gelder wurden natürlich investiert: "In die Sanierungen der Klosterstraße, der Bücherei, des Steinstadels bis hin zu energetischen Maßnahmen oder dem Abbruch der ehemaligen BayWa-Bauten", sagte Bürgermeister Stefan Braun. "Unser Markt hat deutlich an Attraktivität gewonnen. Bei einzelnen Projekten, wie dem Steinstadel, haben wir sogar eine Förderquote von 80 Prozent erhalten. Nur mit dieser Förderung konnten wir als Gemeinde ein solches Projekt schultern. Zugleich mussten wir für die Ertüchtigung des Steinstadels sogar weniger gemeindliches Geld einsetzen, als bei einer reinen Bestandssicherung. Zusätzlich ist festzustellen, dass unsere Bürger den Steinstadel gerne nutzen." Ähnlich Positives gebe es vom ehemalige BayWa-Gelände zu berichten: "Ein Abbruch der Gebäude hätte unseren Haushalt mit 200 000 Euro belastet. So erhalten wir einen Zuschuss von 120 000 Euro und können unsere bislang drei Bauhofstandorte an dieser zentralen und verkehrsgünstigen Stelle zusammenfassen." Seiner Meinung nach sei die Städtebauförderung "ein Segen für Kastl".

Karl betonte, dass "jedes Jahr aus dem Bundeshaushalt rund 700 Millionen Euro" bereitgestellt werden. "Zusammen mit den Kofinanzierungsmitteln der Bundesländer, der EU und der Kommunen stehen damit drei Milliarden Euro zwischen 2014 und 2017 für die Städtebauförderung bereit." Das schaffe Planungssicherheit.
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