Kastl nimmt Geld in die Hand

Hier am Kastler Tiefbrunnen im Hainthal soll im Sommer ein Anbau oder ein Neubau für 2 Aktivkohlefilteranlagen (1 Reserve) entstehen, damit die Trinkwasserqualität des Kastler Wassers verbessert wird. Bild: jp
Lokales
Kastl
11.02.2015
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Einiges vorgenommen hat sich für die nächste Zeit die Gemeinde Kastl. Manche dieser Projekte werden sie ordentlich Geld kosten.

Eine Übersicht anstehender Vorhaben präsentierte Bürgermeister Stefan Braun dem Gemeinderat. Ganz oben auf der Tagesordnung steht der Neubau des Feuerwehrhauses, in das bekanntlich auch Rettungswache und Bauhof einziehen sollen. Stefan Graf fungiert bei diesem Vorhaben als Projektleiter, die Baumeister Willibald Hertwich und Alwin Raab sind Bauleiter.

Baubeginn nach Wetter

Baubeginn des 62 x 14 Meter großen Gebäudes mit Fahrzeughalle, Rettungswache, Bauhofwerkstatt, Grube, Waschhalle und Streugut-Lager soll im Frühjahr sein - sobald es das Wetter zulässt. Nach einer Info-Veranstaltung der Feuerwehr haben sich laut Braun schon einige Helfer gefunden. Natürlich gelte für weitere Freiwillige aber das Sprichwort "Viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende", betonte Braun.

Filter fürs Trinkwasser

Im Zuge der Modernisierung der Kastler Wasserversorgung und zur Verbesserung der Trinkwasserqualität will die Gemeinde zwei Aktivkohlefilter-Anlagen (eine als Reserve) einbauen. Planung und Kosten stellt das beauftragte Amberger Planungsbüro den Gemeinderäten in ihrer März-Sitzung vor. Die Wasserwerte seien im gesetzlichen Rahmen, betonte Braun. Lediglich der Desethylatrazin-Gehalt sei leicht erhöht.

Die Anlage soll beim Tiefbrunnen im Hainthal entstehen. Dazu muss nach Brauns Worten das vorhandene Gebäude erweitert oder durch einen Neubau ersetzt werden. Nach Abstimmung, Ausschreibung und Auftragsvergabe soll dieses Projekt im Sommer angepackt werden.

Die Dorferneuerung in Deinshof, Giggelsberg und Pfaffenhofen sprach der Bürgermeister ebenfalls an. Er lobte die rege Beteiligung von Bevölkerung und Räten an den Info-Veranstaltungen der Gemeinde und des Amts für ländliche Entwicklung aus Tirschenreuth in den einzelnen Ortsteilen. Dies habe die Behördenvertreter schon beeindruckt. In einem Bürgerseminar sollen demnächst die Wünsche der Betroffenen entgegengenommen und geplanten Maßnahmen vorgestellt werden.

Private Bauprojekte waren ebenfalls Thema der Sitzung. Dabei erteilten die Räte der Familie Berschneider in Kastl die Genehmigung, ihr Zweifamilienhaus in der Utzenhofener Straße umzubauen und zu erweitern. Außerdem dürfen Klaus Wiesner und Helmut Weigl in Lauterach, beziehungsweise Guttenberg, auf den Gemeindeverbindungswegen Versorgungsleitungen zu den Fischweihern beziehungsweise zum Haus verlegen.

Kontakt nach Ungarn

Einen Vorschlag hatte Stefan Braun noch für die Bürgervertreter: Er plädierte dafür, im Zuge eines EU-Projekts - dem mit Kastl zehn Gemeinden in der ganzen Union angehören - in ein sogenanntes Gemeinde-Netzwerk einzutreten. Dafür müsste Kastl mit der ungarischen Gemeinde Felsonyek am Plattensee, aus der auch der ehemalige ungarische Lehrer György Müller stammt, Kontakt aufnehmen und diesen auch pflegen. Der Marktrat stimmte dem zu.
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