Kein Geld verschenken

Lokales
Kastl
03.02.2015
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Das Interesse überraschte Bürgermeister Stefan Braun: Die Auftaktveranstaltung im Forsthof zur Dorferneuerung in einigen Kastler Ortsteilen entpuppte sich als Besuchermagnet. Obwohl oder auch gerade weil die Bürger nicht nur mitziehen, sondern auch mitzahlen müssen.

In Pfaffenhofen, Giggelsberg und Deinshof ist eine einfache Dorferneuerung vorgesehen. Infos dazu waren Thema einer Versammlung von betroffenen Bürgern mit Vertretern des Amtes für ländliche Entwicklung Tirschenreuth (ALE) und der Marktgemeinde.

Bürgermeister Stefan Braun sieht in der Dorferneuerung die Möglichkeit, finanziell einigermaßen tragbar die Straßen und Plätze in einigen Ortsteilen zu sanieren und zu neu zu gestalten. Die Bürger müssten allerdings mit den Maßnahmen einverstanden sein, da ja auch ein finanzieller Anteil auf sie zukomme. Im weiteren Fokus hat Braun dabei auch noch die Orte Wolfsfeld, Drahberg, Heimhof und Allmannsfeld.

Anlass zur Dorferneuerung ist für den Bürgermeister akuter Handlungsbedarf. Aber auch die Tatsache, dass die Gemeinde durch eine einfache Dorferneuerung für förderfähige Maßnahmen rund 50 Prozent Finanzhilfe bekommt. Selbst private Maßnahmen können diese Unterstützung beanspruchen, wie Andreas Schmidt vom ALE ausführte. Auf dieser Grundlage sieht Braun eine große Chance, die Straßen in den beteiligten Orten zu sanieren.

"Wenn wir uns die Fördermittel nicht holen, dann machen dies andere Gemeinden", betonte er. "Um in eine solche Förderung zu kommen, stehen andere Gemeinden Schlange", ergänzte der örtliche Landschaftsarchitekt Karl Spindler, der die Aktion begleitet. Andreas Schmidt stellte in Aussicht, dass der Markt Kastl für die vorgesehenen Projekte eine Höchstsumme von 250 000 Euro an Fördermitteln bekommen kann. Keine Finanzhilfe gibt es für Unterhalts-Vorhaben der Gemeinde. Bezuschusst werden aber private Maßnahmen (Fördersumme 1000 bis zu 30 000 Euro pro Anwesen. Hofräume werden mit bis zu 30 Prozent der Netto-Kosten gefördert, höchstens aber mit 10 000 Euro je Anwesen.
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